Das große Ziel der ÖVP: ein Gresten. Mit dem Slogan „1+1=Gresten – Mach es einfach“ und neuem Spitzenkandidat will ÖVP zehntes Mandat.

Von Anna Faltner. Erstellt am 18. Januar 2020 (03:34)
Die ÖVP Gresten tritt mit einigen altbewährten und auch vielen neuen Gesichtern zur Gemeinderatswahl an. Am Donnerstagabend stellten sich die 15 Hauptkandidaten in der Kulturschmiede vor.
Anna Faltner

Bei der Volkspartei Gresten stehen alle Zeichen auf Gemeindezusammenlegung. Keine Überraschung. Wie bereits vermutet, tritt auch der im Sommer 2019 zum Parteiobmann gewählte Markus Weinmesser (43) als Spitzenkandidat zur Wahl am 26. Jänner an. Mit dem Motto „1+1=Gresten – Mach es einfach“ stellte die ÖVP am Donnerstagabend ihre Kandidaten samt Wahlprogramm in der Kulturschmiede vor.

Weinmessers Motivation, als Spitzenkandidat anzutreten, ist grob gesagt auch schon das Wahlprogramm. „Als ich 2005 nach Gresten gekommen bin, war es seltsam zu sehen, dass es zwei Kindergärten, zwei Gemeindeämter und zwei Bauhöfe gibt. Das ist doch nicht zukunftsorientiert. Seit dem Sommer arbeite ich nun fieberhaft an dem Ziel, Markt- und Landgemeinde zu vereinen. Das ist das einzig Sinnvolle für beide Gemeinden“, ist sich der gebürtige St. Antoner sicher.

Erklärtes Ziel bei Wahl sind zehn Mandate

Mit 3,8 Quadratkilometer ist Gresten momentan die kleinste Gemeinde im Bezirk, zusammen mit der Landgemeinde wären es 60 Quadratkilometer. Vor diesem Ziel steht aber noch ein anderes – und zwar die Mandatszahl von neun auf zehn zu erhöhen. „Da geht es um Projekte, die den Leuten längerfristig wirklich etwas bringen“, betont VP-Gemeinderat Martin Tanner die Notwendigkeit der Zusammenlegung.

Welche Themen der ÖVP noch wichtig sind, stellten die einzelnen Kandidaten vor. Gabriele Langsenlehner wünscht sich etwa eine fixe Ferienbetreuung, Michael Schober möchte die Rücklagen der Gemeinde (4 Millionen Euro) sinnvoll investieren, in kaputte Wasserleitungen oder Photovoltaik, Martin Tanner möchte Bewegung beim Projekt Musikschule sehen, die jüngsten Kandidaten Theresa Pichler und Raphael Weinmesser wünschen sich Breitband-Internet und attraktive Freizeitmöglichkeiten.