Hermann Strobl auf dem Weg in die Vollpension. Vizebürgermeister Hermann Strobl plant seinen Rückzug aus der Gemeindepolitik. Bis zur Wahl im Jänner bleibt er noch im Amt.

Von Claudia Christ. Erstellt am 17. Oktober 2019 (06:42)
Georg Perschl
Nach fünf Jahren als Vizebürgermeister von Göstling legt Hermann Strobl mit Ende der Legislaturperiode sein Amt zurück.

Seit 2014 ist Hermann Strobl Vizebürgermeister in Göstling. Damit soll jedoch im kommenden Jahr Schluss sein. „Ich werde nächstes Jahr 70 Jahre alt und will nun von der Halbpension in die Vollpension überwechseln“, scherzt er. Der Schritt des pensionierten Lehrers ist nicht spontan, sondern durchaus geplant.

Die Arbeit als ÖVP-Obmann habe ihm immer Spaß gemacht. „Die Zusammenarbeit und die Chemie im Gemeinderat hat immer gestimmt. Das erachte ich als enorm wichtig“, sagt er. Besonders mit Bürgermeister Friedrich Fahrnberger hat er ein gutes Auskommen. „Wir haben beide die gleichen Interessen und sind wahre Vereinsmeier, das verbindet einfach“.
Wer dem angehenden Vollzeit-Pensionisten nachfolgen wird, das ist derzeit noch offen. Bürgermeister Fahrnberger ist aktiv auf der Suche. „Das ist keine leichte Aufgabe“, wie er betont. Vier bis fünf Kandidaten wurden vom Ortschef dabei in die engere Auswahl genommen. „Wer es im Endeffekt aber wird, kann ich nicht sagen“, erklärt Fahrnberger. Denn neben genügend Zeit braucht es für die Tätigkeit auch viel Engagement, Herzblut und absolute Loyalität zum Bürgermeister.

„Sesselsäger braucht es da nicht“, sagt der Vize, der im Rückblick auf seine politische Laufbahn neben schönen Dingen auch eine herbe Enttäuschung miterleben musste. „Besonders einscheidend für mich und schlimm getroffen hat mich die Absage, dass das Haus der Wildnis nicht in Göstling, sondern in Lunz gebaut wird. Das war eine rein politische Entscheidung.“ Als besonders positiv bleibt ihm die Entstehung des PfarrKulturHauses in Erinnerung, bei deren Entstehung er aktiv mitgearbeitet hat. An Arbeit wird es dem künftigen Vollpensionisten aber nicht mangeln, denn angesichts der Tatsache, dass er weiterhin Leiter der Gemeindebibliothek bleibt, will er weiter an einem Chronikbuch schreiben und mit seiner Frau auf Reisen gehen. Und so wird aus dem Ruhestand wohl eher ein Unruhestand. „Aber Stress hab ich halt dann sicher keinen mehr“, sagt Strobl.

Bis nach der Wahl bleibt er aber noch im Amt, danach wird mit seinem Nachfolger der Vizebürgermeister Strobl selbst Geschichte geschrieben haben.