Golf-Ära im Ötscherland

Erstellt am 27. März 2012 | 00:00
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Web-Artikel 46800
Foto: NOEN
und viel Elan startet Golfclub Ernegg am Sonntag in neue Saison.

Web-Artikel 46800
Foto: NOEN

VON CHRISTIAN EPLINGER

ERNEGG / In ihrem Hauptberuf stehen sie an der Spitze wirtschaftlich starker Privatunternehmen. Seit sechs Monaten haben sie ein zusätzliches Steckenpferd, das praktisch all ihre Freizeit aufbraucht: den Union Golfclub Schloss Ernegg. Die Rede ist von Max Weigl, Ursula Weichberger und Georg Wattaul. Sie übernahmen im Oktober die Führung des Golfclubs Schloss Ernegg. Stiegl-Verkaufsleiter Max Weigl folgte Herta Mikesch als Präsident. Ursula Weichberger (Joop) steht ihm als Vizepräsidentin und der Purgstaller Bauunternehmer Georg Wattaul als Sportwart zur Seite.

„Wir sind mit sehr hochgesteckten Zielen an die Sache herangegangen und haben diese auch öffentlich den Mitgliedern präsentiert. Damit haben wir uns unter Druck gesetzt, was sich letztendlich für den Club aber sehr positiv ausgewirkt hat“, schildert Max Weigl im NÖN-Gespräch eine Woche vor dem offiziellen Saisonstart am 1. April.

Ziel Nummer eins ist derzeit in der Endphase: der völlige Umbau des Clubrestaurants. „Da haben wir mit Georg Wattaul einen Idealisten gefunden, der in den letzten Monaten mit einigen Mitarbeitern und vielen freiwilligen Clubmitgliedern als Helfern fast täglich hier gearbeitet hat“, erzählt Weigl.

Im Clubrestaurant blieb  kein Stein auf dem anderen

Mauerdurchbrüche, neue Böden, neuer Verputz und eine komplette Erneuerung der Elektro-Installationen sowie eine Trennung in Raucher- und Nichtraucherbereich sorgen bislang für überaus positives Echo bei den Clubmitgliedern, die bereits das frühlingshafte Wetter für ihre ersten Abschläge ausnützen. „Ein Umbau, der um die 150.000 Euro gekostet hätte und für den Club ohne diese vielen freiwilligen Leistungen nie finanzierbar gewesen wäre“, weiß Weigl. Betrieben wird das Restaurant nun vom Club selbst, wobei man mit Bernhard Walter einen im Club gut bekannten und beliebten Gastro-Chef gefunden hat. Gleichzeitig ist man bemüht, durch durchgehende Öffnungszeiten an sieben Tagen die Woche und Sport-Liveübertragungen (Sky) auch Nicht-Golfer anzulocken.

Professionalität und Qualität  als Turnierveranstalter

 

Bei Ziel Nummer zwei, dem Auftritt als professionellen Turnierveranstalter, ist man ebenfalls bereits auf sehr gutem Wege: „Als Turnierveranstalter wollen wir ein professionelles Dienstleistungs-Gesamtpackage bieten - von der Turnierorganisation über die Werbung bis hin zur dazugehörigen Verpflegung. Die Qualität soll bei uns an erster Stelle stehen und damit für zufriedene Kunden und Spieler sorgen“, erklärt Ursula Weichberger. Bereits jetzt stehen 80 Turniere auf dem Kalender 2012. Am 21. April wird die Turniersaison mit dem „Turnier des Vorstands“ eröffnet ( www.ernegg.at ).

Zweiter Pro: Bregenzer  von Ferschnitz nach Ernegg

Ziel Nummer drei sind eine verbesserte Vereins- und Jugendarbeit. Dazu hat man neben Head-Pro Philip Hedley mit Charly Bregenzer (bisher Ferschnitz) einen zweiten Pro fix engagiert. „Wir sind wahrscheinlich der einzige Club in Niederösterreich, der sich zwei Pros leistet. Aber mit Charly Bregenzer wollen wir vor allem die Kinder- und Jugendarbeit forcieren“, sagt Weigl. Mittels Schnuppertagen mit Schulklassen, Jugendtrainings und Feriencamps wollen Ursula Weichberger und Co. Kinder und Jugendliche für den Golfsport begeistern: „Uns ist dabei auch wichtig, dass wir wegkommen von dem Image als elitäre Sportart. Golf ist mittlerweile ein Breitensport wie Tennis.“

Derzeit hält der Union Golfclub Schloss Ernegg bei 530 Mitgliedern und ist mittlerweile auch kein unwesentlicher Arbeitgeber. Immerhin beschäftigt man während der Saison 13 Mitarbeiter.