Arztpraxis-Umbau wird konkreter. Geplante Gemeinschaftspraxis in Gresten-Land geht in die Finanzierungsphase.

Von Claudia Christ. Erstellt am 31. Juli 2018 (04:00)
Nach dem geplanten Umbau der ehemaligen Kammerer-Ordination soll hier in der Friedhofstraße ein neues Ärztezentrum entstehen.
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Zweieinhalb Jahre lang sucht die Gemeinde Gresten nach der Pensionierung von Allgemeinmediziner Kammerer nach einem zweiten Arzt. Bislang vergeblich. „Etliche Interessenten gab es, aber leider keine Zusagen“, betont Leopold Latschbacher, Bürgermeister von Gresten-Land. Nun wollen die drei Gemeinden Gresten, Gresten-Land und Reinsberg mit einer Gemeinschaftspraxis in der ehemaligen Kammerer-Ordination eine Lösung für das Problem schaffen (die NÖN berichtete).

Mit den Grundsatzbeschlüssen in den Gemeinderäten Gresten-Land und Gresten wurde jetzt eine zukunftsweisende Richtung eingeschlagen. „Der Beschluss von der Gemeinde Reinsberg ist noch ausständig“, informiert Latschbacher. Reinsbergs Bürgermeister Franz Faschingleitner betont: „Wir werden den Grundsatzbeschluss im September im Gemeinderat fassen. Grundsätzlich stehen wir dem Projekt positiv gegenüber, aber es gibt da noch einige Rahmenbedingungen, die mit den anderen beiden Gemeinden abgeklärt werden müssen“.

Nächster Schritt ist die Finanzierung

Um die alte Arztpraxis auf Vordermann zu bringen, sind einige Umbauarbeiten notwendig. „In den ersten Berechnungen war auch der Einbau neuer Fenster sowie die Errichtung eines Vollwärmeschutzes geplant. Aus Kostengründen haben wir uns aber für eine günstigere Variante entschieden“, erklärt Latschbacher.

Die aktuelle Kostenschätzung für das neue Ärztezentrum beläuft sich somit auf 558.000 Euro. Das Land NÖ würde das Projekt mit 50.000 Euro fördern, der verbleibende Betrag wird auf die drei Gemeinden aufgeteilt. „Laut Bevölkerungsschlüssel würde Gresten 44 Prozent, Reinsberg 22 Prozent und Gresten-Land 34 Prozent übernehmen“, erklärt der Bürgermeister.

Die Baumaßnahmen sehen neben einem Abriss den Wiederaufbau der Garage vor. Diese sei laut Bürgermeister in einem desolaten Zustand und soll danach aufgestockt werden. Im Erdgeschoss würden nach der Renovierung zwei Praxen für Allgemeinmediziner entstehen.

„Wenn alles optimal läuft, kann nach acht Monaten Bauzeit die Praxis 2019 bezogen werden“Leopold Latschbacher

Eine davon könnte der Praktiker Syrus Nikou beziehen. Dieser hat der Gemeinde Gresten-Land bereits eine Zusage erteilt. „Seine derzeitige Praxis in der Salcherstraße ist nicht barrierefrei“, betont Latschbacher.

Als nächsten Schritt gilt es die Finanzierung des Projektes abzusichern, danach geht es in die Detailplanung. „Wenn alles optimal läuft, kann nach acht Monaten Bauzeit die Praxis 2019 bezogen werden“, erklärt Latschbacher.