Rechnungsabschluss: Die Zahlen zeigen nach oben. Ein Plus in der Wirtschaft und Sparsamkeit bei Projekten lässt Schuldenstand sinken.

Von Anna Faltner. Erstellt am 16. März 2019 (03:20)
Anna Faltner
Einstimmig wurde der Rechnungsabschluss im Gemeinderat Gresten-Land am vergangenen Donnerstag beschlossen.

„Fast 1,2 Millionen Rücklagen zeigen eine wirklich sehr gute Entwicklung, die wir in den letzten Jahren geschafft haben“, strahlt VP-Bürgermeister Leopold Latschbacher bei der Verkündung des Rechnungsabschlusses 2018 in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Eine Steigerung von 80.000 Euro bei der Kommunalsteuer spricht für eine boomende Wirtschaft im Ort.

Auffällig im Vergleich zu den Zahlen des Voranschlags im Herbst: In mehreren Punkten hat die Landgemeinde Geld gespart. „Wir hatten weniger Ausgaben, weil wir nicht alle geplanten Vorhaben im Vorjahr umgesetzt haben“, kann VP-Vizebürgermeister Erich Buxhofer schnell erklären.

Das betrifft etwa den geplanten Arzthaus-Umbau. Zwar wurden 4.200 Euro an Planungskosten ausgegeben und auch die Förderung vom Bund (28.500 Euro) ist bereits eingegangen, zur Umsetzung ist es aber im Vorjahr noch nicht gekommen. 574.000 Euro, die dafür vorgesehen waren, wurden noch nicht angegriffen. Eine Entscheidung, was in puncto ärztlicher Versorgung gemeinsam mit der Marktgemeinde passiert, soll aber schon in der nächsten Gemeinderatssitzung fallen. „Wir hatten Ende Februar eine Besichtigung des Ärztezentrums in Amstetten und auch eine Besprechung beim Land. Bald sollten wir wissen, ob es was wird oder nicht“, informiert Latschbacher seine Gemeinderäte.

„Bis zur nächsten Sitzung sollten wir wissen, ob es mit unserem Ärztehaus was wird oder nicht.“Ortschef Leopold Latschbacher

Ähnliches Szenario beim Hochwasserschutz im Schwaighofgraben: Weil es im Vorjahr nicht mehr zum Baustart kam, finden sich 100.000 Euro weniger auf der Ausgabenseite. Gestiegen sind die Kosten dafür beim Leitungskataster – beinahe um das Vierfache. „Zu Beginn sind wir von elf Kilometern ausgegangen. Niemand wusste, dass es tatsächlich 25 Kilometer Leitungen betrifft“, stellt der Ortschef klar. Dafür sei das Leitungsnetz nun komplett. „Alles ist digital eingestellt. Dadurch wird die Handhabe auch für uns einfacher“, ergänzt Amtsleiter Manfred Daurer.

Der Beschluss für den Rechnungsabschluss erfolgte – anders als beim Nachtragsvoranschlag – einstimmig.