SPÖ: „Wollen das Beste für Gresten“. Bürgermeister-Partei möchte Position behalten – und zwar mit „visionären“ Ideen.

Von Anna Faltner. Erstellt am 18. Januar 2020 (03:22)
Neue Gesichter gibt es auch im „Team Gnadenberger – SPÖ und Parteifreie“. Sie ergänzen die erfahrenen Kommunalpolitiker mit frischen Ideen.
Anna Faltner

In Gresten geht es kurz vor der Gemeinderatswahl am 26. Jänner heiß her – zumindest was das Showprogramm betrifft. Nur einen Tag nach der Kandidatenpräsentation der ÖVP lud auch die SPÖ (am Freitagabend) in die Kulturschmiede ein. Auf den Auftritt von Neo-Ministerin Klaudia Tanner am Vortag folgte eine Kandidatenpräsentation á la SPÖ samt Musikkabarett mit der A-capella-Gruppe „die Vierkanter“.

Bürgermeister Harald Gnadenberger stellt sich nach einem Jahr Amtszeit zum ersten Mal als Spitzenkandidat einer Wahl. Das „Team Gnadenberger – SPÖ und Parteifreie“ möchte Bürgermeister-Partei bleiben und sich mindestens zehn der 19 Mandate erhalten. „Parteifreie heißt es deshalb, weil wir denen, die nicht unbedingt einer Partei beitreten, aber für die Gemeinde arbeiten wollen, auch die Möglichkeit geben wollen, mit dabei zu sein“, erklärt Gnadenberger.

Die Schwerpunkte der Sozialdemokraten wurden von den (alten und neuen) Kandidaten in verschiedenen Themenblöcken vorgestellt. Beim Thema „Familie und Bildung“ stehen Kleinkinder- und Nachmittagsbetreuung sowie die Raumschaffung für Musik- und Mittelschule im Fokus. Konkrete Ideen gibt es auch für die Schwerpunkte Wohnen (Reihenhausprojekte, leerstehende Gebäude verwerten, etc.), Gesundheit (etwa die Schaffung einer Seniorenwohnzone), Umwelt (Photovoltaik, Elektromobilität, etc.) und Infrastruktur (Breitband-Ausbau oder Ortskerngestaltung). Etwas, worauf die Grestner besonders stolz sind, sind ihre Vereine. Die will man weiterhin bestmöglich unterstützen.

Einem Intensiv-Interview inklusive Word-Rap stellten sich die beiden Herren an der Spitze: Harald Gnadenberger und Vize Johannes Buchebner. Sie wurden zu ihren Zielen und Visionen befragt. „Egal wie die Wahl ausgeht, wir wollen gemeinsam das Beste für Gresten erarbeiten. Wir sind Visionäre und denken mit unseren Projekten weiter als nur an die nächsten fünf Jahre“, betonten die beiden.

Die Gemeindezusammenlegung – das Ziel der ÖVP – ist für sie kein Wahlthema. „Dafür gibt es einfach zu wenig Informationen und Fakten, um das jetzt zu diskutieren“, meint Buchebner. Generell sei die Idee aber nicht komplett abzuweisen. „Wenn es irgendwann für beide Gemeinden auch wirklich Sinn macht“, ergänzt der Ortschef.