Sportstätte soll übersiedeln. Gemeinde fasste Grundsatzbeschluss für neuen Sportplatz-Standort.

Von Claudia Christ. Erstellt am 17. Juli 2018 (05:34)
Auf einer Fläche von 2,5 Hektar soll die neue Sportstätte mit Trainingssplatz und Parkplätzen entstehen.
 
Gemeinde Gresten-Land

Wenn es nach den Plänen der Gemeinde geht, bekommt der Sportplatz in Gresten einen neuen Standort. Konkret soll dieser auf einem 2,5 Hektar großen Feld an der Gemeindestraße Richtung Randegg entstehen. Mit den Grundstücksbesitzern hat VP-Bürgermeister Leopold Latschbacher bereits Gespräche geführt.

Denn neben dem Ankauf eines Feldes müsste auch eine neue Zufahrtsstraße gebaut werden. „Dazu sind auch eine Verbreiterung der Brücke, und die Errichtung einer Abbiegespur notwendig“, erklärt der Bürgermeister. Gesamtkostenpunkt: vier Millionen Euro.

Wie die Kosten für das Projekt Sportplatz inklusive Trainingsplatz und Parkplätze finanziert werden, wird Thema der künftigen Verhandlungen sein. „Ob das Projekt von den Gemeinden Gresten und Gresten-Land gemeinsam mit dem Land Niederösterreich getragen wird, oder ob die Firma Welser als Projektträger auftritt, ist noch offen“, betont Latschbacher. Der Gemeinderat fällte einen einstimmigen Grundsatzbeschluss für den neuen Sportplatz-Standort.

Wo jetzt noch der Rasen grünt, könnte in ein paar Jahren das Logistikzentrum der Firma Welser Platz finden.
 
Eplinger

Dass die Firma Welser Profile mit ins Boot genommen wird, gilt als fix. Denn das Areal des jetzigen Sportplatzes soll dem Unternehmen künftig als Logistikzentrum dienen. Das Interesse an dieser Fläche hat Welser schon mehrmals bekundet. Von der Geschäftsführung gibt es jedoch aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Verhandlungen derzeit kein Statement.

Wolfgang Fahrnberger, SP-Bürgermeister der Marktgemeinde, sieht im bereits jahrelangen Verhandlungsmarathon um den Sportplatz-Standort „Licht am Ende des Tunnels“. Fahrnberger war früher Gegner des Projektes: „Ich sah anfänglich keine Notwenigkeit für die Sportplatzverlegung.“ Aber durch die mögliche Drittelung der Kosten zwischen Gemeinden, Land NÖ und der Firma Welser würden jetzt nur mehr rund 400.000 Euro fehlen. „Mit einigen Einsparungen und gutem Willen wird das zu machen sein“, betont Fahrnberger.

Bürgermeister Leopold Latschbacher präsentierte dem Gemeinderat in der Sitzunga am Donnerstag das geplante Sportplatz-Projekt.  
Christ

Für den geplanten Standort spricht sich auch der Obmann des SC Welser Profile Gresten-Reinsberg, Johann Wolmersdorfer, aus. „Für uns ist es wichtig, dass der neue Platz in Ortsnähe entsteht“, betont er. Bis seine Spieler auf dem neu angelegten grünen Rasen einlaufen werden, wird noch einige Zeit ins Land ziehen. „Wir rechnen frühestens 2021 damit“, sagt Wolmersdorfer.