Arbeitslosigkeit im Bezirk Scheibbs gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der vorgemerkten Personen um 197 (18 Prozent) gesunken.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. März 2019 (11:22)
APA (Pfarrhofer)
Symbolbild

Mit Ende Februar verzeichnete das Arbeitsmarktservice Scheibbs 900 Personen, die als arbeitslos gemeldet waren. Das sind um 175 Betroffene weniger als noch im Monat zuvor. Ein ähnliches Bild zeichnet sich aber für ganz Niederösterreich ab: Die Zahl der Arbeitslosen ist um 6,7 Prozent auf insgesamt 60.104 gesunken.

„Die Arbeitslosigkeit im Bezirk ist gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres, sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern, rückläufig. 272 vorgemerkte Frauen bedeuten ein Minus von 59 (oder 5,9 Prozent), 628 Männer ein Minus von 180 (oder 22,3 Prozent)“, informiert der Geschäftsstellenleiter des AMS Scheibbs, Sepp Musil.

Mit Modell „gemA 50+“ wieder „Fuß fassen“

Ebenfalls gesunken ist die Zahl der Arbeitslosen, die sich mit Ende Februar in Schulungen des AMS befunden haben – und zwar um acht Prozent (160 Personen). In Summe waren im Februar also 1.060 Personen beim AMS gemeldet. Das entspricht einer Reduktion um minus 211 Betroffene, beziehungsweise 16,6 Prozent.

„Im Februar 2018 hatten wir eine erfreuliche Entwicklung, bei der auch die Arbeitslosigkeit der Generation 50+ um fast zehn Prozent zurückgegangen ist“, berichtet Musil. Anders heuer: In der älteren Generation ist die Arbeitslosigkeit bei den Männern gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben. Bei den Frauen hingegen ist sie um sieben Prozent gestiegen. Das Arbeitsmarktservice und das Land Niederösterreich haben daher Vorsorge getroffen. Mit März wird „gemA 50+“, ein Modell der gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung an niederösterreichische Gemeinden und Vereine, massiv ausgeweitet.

Die 250 Kontingentplätze, die über den Verein „Jugend & Arbeit“ zur Verfügung gestellt werden, werden auf 600 Plätze aufgestockt. „Mit ‚gemA 50+‘ bieten wir vielen Betroffenen nicht nur ein Sprungbrett in den Arbeitsmarkt, sondern auch die Möglichkeit, an ihrem Wohnort beruflich wieder Fuß zu fassen. Das macht arbeitsmarktpolitisch Sinn und ist mir ein Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass sie und ihre Kompetenzen gebraucht werden“, betont der Geschäftsstellenleiter.

Mit Ende Februar waren 518 offene Stellen (davon 434 ab sofort verfügbar) beim AMS Scheibbs gemeldet. Den 21 Lehrstellensuchenden stehen 97 offene Lehrstellen (davon 44 ab sofort verfügbar) zur Verfügung.