Siege bei ZKW-Challenge gingen nach Kanada & Israel. Im Rahmen der „Drive Light & Sight – Edition 2020“-Challenge suchte ZKW nach StartUps, die innovative Lösungen in den Bereichen Sensorik und Zusatzleuchten bieten.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 03. März 2021 (18:38)

Insgesamt wurden 74 Bewerbungen aus 25 Ländern eingereicht. Eine ZKW- Expertenjury bewertete die innovativen Lösungen. Als Gewinner setzten sich das Jungunternehmen Flite mit einer neuartigen Methode zur Oberflächenbearbeitung von Scheinwerfer-Abdeckscheiben sowie das StartUp Maradin mit einem Mikro-Laserprojektor für ein dynamisches Lichtsystem durch.

Die Gewinner erhielten je 15.000 Euro Preisgeld sowie einen Platz im ZKW-Partnership-Programm. Die prämierten Konzepte sollen nun gemeinsam mit den ZKW-Innovationsexperten in die Praxis umgesetzt werden. „Die Zusammenarbeit mit StartUps ist ein wesentlicher Teil unserer Innovationsstrategie und wichtig, um zukünftige Licht- und Sensorsysteme zu entwickeln. Damit soll die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer im Zeitalter des autonomen Fahrens maximiert werden“, erklärt Oliver Schubert, CEO der ZKW Group GmbH.

Wasserabweisende Oberflächen

Mit seiner neuartigen Methode zur Oberflächenveredelung hat das kanadische Start-up Flite eine Technologie entwickelt, die Oberflächen aus unterschiedlichsten Materialien wasserabweisende Eigenschaften verleiht.

Die Lösung orientiert sich dabei am natürlichen Vorbild des Lotusblatts, dessen mikroskopisch kleine, raue Oberflächenstruktur abstoßend auf Flüssigkeiten wirkt. Flite erzeugt diese Eigenschaft mittels eines pulsierenden Lasers, der eine spezielle Struktur in Materialoberflächen graviert.

ZKW untersucht diese Technologie derzeit als Ergänzung zur Oberflächenbeschichtung von Scheinwerfer-Abdeckscheiben. „Die Innovation gewährleistet freie Sensorsicht, während sie Ressourcen spart und zu hundert Prozent umweltneutral ist“, so Hannes Scheer, Leiter Innovation der ZKW Group GmbH.

Für autonomes Fahren ist die Vernetzung und Kommunikation der Fahrzeuge untereinander sowie mit anderen Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern und Radfahrern entscheidend. Das israelische StartUp Maradin nutzt dazu einen Mikro-Laserprojektor, der an verschiedensten Positionen des Fahrzeugs wie zum Beispiel auch im Seitenspiegel integriert werden kann. Damit lassen sich beispielsweise Warnhinweise auf die Fahrbahn projizieren.

Auch dem Benutzer können beim Annähern ans Auto Informationen über Ladestand/Tankfüllung oder auch aktuelle Verkehrsberichte angezeigt werden. Das Konzept ermöglicht dynamische Laser-Lichtanimationen, die kommunizieren können und für eine erhöhte Sicherheit bei Nacht für alle Verkehrsteilnehmer sorgen.