Erstellt am 14. Juli 2018, 04:15

von Christian Eplinger

Gaminger ist neuer GM für Europa . Timo Snoeren ist neuer General Manager bei Worthington Industries. Neben Kienberg leitet er auch Werk in Polen.

Timo Snoeren, 44-jähriger, gebürtiger Holländer, der seit 2002 in Gaming wohnt, ist neuer General Manager Europe bei Worthington Industries.  |  Christian Eplinger

Timo Snoeren hat einen holländischen Namen, einen holländischen Akzent und ist auch noch Holländer – zumindest laut Pass. Wohnhaft ist der 44-jährige, gebürtige Oisterwijker mittlerweile seit 2002 in Gaming. „Schuld ist meine Frau. Sie ist Gamingerin und Englischlehrerin. Wir haben uns 1996 in England kennengelernt und 1998 in der Kartause Gaming geheiratet“, schildert Snoeren.

Seit 1998 sind die beiden auch in Österreich wohnhaft. Zuerst in Laa an der Thaya, dann in Wieselburg, ehe sie schließlich mit ihren Kindern (13-jährige Tochter, 16-jähriger Sohn) in Gaming sesshaft wurden.

„Wir haben die besten Flaschen am Markt – wichtig ist jetzt, die richtigen Geschäftsmodelle und Strukturen zu finden, um zukunftsfit zu sein.“Timo Snoeren

In den letzten Jahren war Timo Snoeren allerdings fast nur am Wochenende zu Hause. Snoeren begann 1999 bei Worthington Industries als Verkäufer für die Benelux-Länder, wechselte dann in die Worthington-Werke Portugal und Tschechien, ehe er Sales Director in Portugal wurde. 2015 übernahm er als Vizepräsident und Geschäftsführer für Europa die Worthington Joint Venture WAVE (Worthington Armstrong Venture) und steigerte die Innovationsleistung dort von 15 auf 29 Prozent.

Innovation und Digitalisierung stehen auch in seiner neuen Funktion ganz oben auf der Prioritätenliste. Timo Snoeren ist neuer General Manager Industriegase für Europa und hat volle Ergebnisverantwortung für die Standorte Kienberg und das zugekaufte Werk in Slupsk in Nordpolen.

Ferdinand Mayrhofer als Finanzer wieder im Leading-Team

Christian Bruckner, seit 2012 Geschäftsführer in Kienberg, scheidet mit Ende Juli aus dem Kienberger Leadership-Team aus. Dafür kehrt Ferdinand Mayrhofer als Finanzer wieder ins Leading-Team zurück. Berichtete Christian Bruckner als Geschäftsführer immer direkt an den Mutterkonzern in Amerika, so hat Timo Snoeren jetzt mehr Kompetenzen. „Ich habe durch meine verschiedenen Tätigkeiten bei Worthington sehr gute Kontakte zur Konzernleitung in Amerika. Ziel ist es, auch in Europa weiter zu wachsen, dazu war es wichtig, vor Ort eine eigene Konzernführung aufzubauen. Diese steht nun auf neuen Beinen. Jetzt gilt es die einzelnen Standorte besonders durch Innovationen zukunftsfit zu machen“, betont Snoeren und freut sich auf seine neue Aufgabe quasi vor der Haustür.

Ansetzen will Snoeren vor allem am Aufbau von Innovationsleistungen und zusätzlichen internen Kompetenzen. Prozess- und Kostenoptimierungen gehen dabei einher mit Digitalisierung. „Es werden nach wie vor die Mitarbeiter und deren hoher Zusammenhalt gerade hier in Kienberg im Mittelpunkt stehen. Aber um künftig weiter an der Spitze zu stehen, müssen wir uns den veränderten Marktstrukturen stellen. Es geht immer schneller. Wir müssen auf die Anforderungen rasch und flexibel reagieren. Wir haben die besten Flaschen am Markt – wichtig ist jetzt, auch die richtigen Geschäftsmodelle und Strukturen zu finden und dafür die Begeisterung der Mitarbeiter zu wecken“, erklärt Snoeren.

Die Voraussetzungen dafür sind sehr gut. Denn die Kienberger Auftragsbücher sind sowohl am Industriegasflaschen-Sektor als auch bei den Erdgasflaschen für die Automotive-Industrie voll und die Wirtschaft boomt. „Das bedeutet auch einen hohen Bedarf an qualitativ hochwertigen Stahlflaschen. Und die liefern wir“, lächelt Snoeren.