Mostobst-Ernte: Wenig Obst, gute Qualität

Im Gegensatz zum Vorjahr fällt die Ernte beim Mostobst im kleinen Erlauftal heuer eher mäßig aus.

Erstellt am 15. Oktober 2021 | 14:03

Süß und dadurch qualitativ hochwertig ist er, der frisch gepresste Birnen- und Apfelsaft des heurigen Jahrs. Doch ausnahmslos alle Mostbauern im Bezirk werden eine geringere Ernte einfahren als im Erntejahr 2020.

Der Wechsel zwischen Sonnenschein und kühlen Nächten hat jedoch für eine besondere Güte des Obsts gesorgt – was auch Mostbaron ... Wieser aus ... bestätigt: „Die Ernte ist mäßig, weil Birnen und Äpfel alternierende Obstsorten sind, auch das Blühwetter nicht gepasst hat. Aber der Most 2021 wird sich durch seine sehr gute Qualität auszeichnen.“

„Die Ernte war zwar in allen Lagen und bei allen Sorten heuer eher mäßig. Aber es wird gute, gehaltvolle Moste geben“, verspricht auch Mostbaron August Frühwald aus Reinsberg. „Wir dürfen heuer uns auf einen besonders guten ‚Jungspund‘ freuen.“

Etwa um ein Drittel eines durchschnittlichen Erntejahrs weniger werde es heuer werden, schätzt Mostbäuerin Leopoldine Adelsberger aus Reinsberg. „Im vergangenen Jahr war die Ernte um ein Drittel mehr als im Durchschnitt“, erklärt die Mostbäuerin. Sie sorgt sich aber auch um die Gesundheit der Bäume: „Der Klimawandel macht besonders den alten Bäumen zu schaffen, sie sind anfälliger für Schädlinge und Krankheiten.“

Voraussichtlich Mitte November werden die Mostbarone den jungen Most präsentieren. Um ihr namensgebendes Getränk müssen die Mostviertler übrigens nicht fürchten: Alle Mostbauern haben vom vergangenen Jahr noch ausreichende Lagerbestände, um alle Kunden zu bedienen.