Ein angenehmer „Nebeneffekt“. Über Kinderbetreuung am Land und Geldsegen aus Brüssel.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 07. Mai 2019 (04:03)

100 Milliarden Euro lagen in den Jahren 2014 bis 2020 in den EU-Fördertöpfen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Die siebenjährige Förderperiode neigt sich nun dem Ende zu. Noch ist nicht das ganze Geld aus Brüssel abgeholt worden. Genau das nützt nun das Land Niederösterreich und hat hier den Fokus speziell auf den Bereich Ausbau der Kleinstkinderbetreuung im ländlichen Raum gelegt.

Derzeit werden in 1.090 Kindergärten des Landes etwa 53.000 Kinder betreut. Bei den Zweieinhalb- bis Sechsjährigen sind es fast 98 Prozent, bei den Kleinstkindern aber nur knapp 23 Prozent – wobei die Prozentzahl im ländlichen Raum noch viel niedriger ist. Das will das Land ändern. In den Genuss dieses Geldsegens aus Brüssel kommen auch (zumindest) zwei Gemeinden im Scheibbser Bezirk – St. Anton und Reinsberg. Auch wenn dort die Kleinstkinderbetreuung nur ein angenehmer „Nebeneffekt“ eines völlig neuen Kindergartens ist.