Wenn Hetze salonfähig ist. Über Realität und politische Hetze.

Von Claudia Christ. Erstellt am 14. Mai 2019 (05:00)

Gewalt an der Schule – fast täglich hören wir derzeit davon. Lehrer werden mit Mistkübeln beworfen, Schüler gemobbt und von Schülern verprügelt.

Die Forderung des FPÖ-Landesparteiobmannes Udo Landbauer nach Erziehungscamps für Problemschüler flatterte diese Woche als Presseaussendung auch in die NÖN-Redaktion. Natürlich mit einem plakativen Beispiel, ganz nach Manier der Freiheitlichen: Ein Schüler mit Migrationshintergrund hätte in der NMS Gaming Mädchen begrapscht und Schüler verprügelt. Unumstritten gab es einen Vorfall an der besagten Schule. Eine Rangelei am Schulhof, die nach Aufarbeitung mit Lehrern, Schülern und Eltern längst vom Tisch ist. Die Schule hat hier vorbildlich gehandelt. Nicht so die FPÖ.

EU-Wahlkampf hin oder her. Wenn solche hetzerischen Methoden auf der politischen Bühne salonfähig sind, dann muss man sich nicht nur um die Gewalt an den Schulen Sorgen machen, sondern auch um unsere Gesellschaft.