Es wohnt ihm ein Zauber inne. Armin Grasberger über den speziellen Flair von Trainingslagern.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 05. März 2019 (03:37)

An der Idee scheiden sich seit jeher die Geister. Manche schwören darauf, andere sehen die Notwendigkeit nicht. Wovon ist die Rede? Trainingslager.

Ob eine Kasernierung für drei, vier oder fünf Nächte in einem Hotel oder eine Sportschule tatsächlich was bringt? Oh ja, das tut sie. In zweierlei Hinsicht. Einerseits wird wohl jeder Trainer unterschreiben, dass es die Arbeit ungemein erleichtert, wenn das Team zwei Mal pro Tag zur Verfügung steht und somit genug Zeit vorhanden ist, an den taktischen Stellschrauben zu drehen.

Und andererseits gibt es da noch dieses eine Modewort, dessen Grundgedanke, einer quantitativ bedingten Wurschtigkeit zum Trotz, richtiger nicht sein könnte: Teambuilding. Drei, vier, fünf Tage, in denen es nichts gibt, außer Fußball. Die Mannschaft, die Trainer, der Verein. Keine Arbeit, die dazwischenfunkt. Keine Partner. Keine Kinder. Klingt egoistisch, ist aber so.

Dem Trainingslager an sich wohnt ein gewisser Zauber inne. Diese paar Tage in der Abgeschiedenheit sind schon immer wieder ein Highlight. Nicht nur in der Vorbereitung. Nein. In der ganzen Saison. Sollte sich in der nächsten Wintervorbereitung also vielleicht die Frage stellen „Trainingslager ja oder nein?“, kann es eigentlich fast nur eine Antwort geben.