Wenn der Wille Berge versetzt. Über den anhaltenden Erfolgslauf des SC Wieselburg.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 07. Mai 2019 (01:34)

Was ist eigentlich so faszinierend am Mannschaftssport? Abgesehen von seiner unbestrittenen Eigenschaft als wohl letzter verbliebener sozialer Kit. Es ist wohl diese immer über der Szenerie schwebende Möglichkeit, das nicht immer der Favorit gewinnen muss, das Ganze mehr als die Summe der einzelnen Teile ist, der David den Goliath eventuell doch in die Knie zwingen kann.

Jetzt zählt der SC Wieselburg nicht unbedingt zu den Davids der 2. Landesliga West. Zu den Goliaths allerdings auch nicht. Schon gar nicht nach der Hinrunde. Und noch weniger, wenn man einen Blick auf das Lazarett der Braustädter wirft. Das ist nämlich überbelegt.

Aber: Der SCW ist im Frühjahr noch ungeschlagen. Das Derby gegen Ybbs drehte die Elf von Coach Markus Hieß zwischenzeitlich gar — trotz nummerischer Unterlegenheit — und holten am Ende einen Punkt. Hieß weiß genau, was sein Team aktuell so gut macht: Der Spirit. „Wir sind eng zusammengerückt“, erzählt er im Interview. Diese mentale Stärke, dieser Glaube daran, dass man zusammen auch die größten Schwierigkeiten überwinden und Favoriten ein Haxl stellen kann, der beflügelt die Braustädter. Der Erfolgslauf zeigt erneut, wie wichtig der mentale Faktor ist. Der Wille versetzt nämlich manchmal doch Berge.