Grestens Gemeinderat: 8 von 19 sind „Neulinge“. Frischer, junger und weiblicher Wind im Gemeinderat. Gnadenberger erhielt 16 von 19 Stimmen.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 28. Februar 2020 (14:11)

42 Prozent der Gemeinderäte der Marktgemeinde Gresten (8 von 19) sind am Donnerstagabend erstmals als Mandatare angelobt worden. „Ihr habt damit eine verantwortungsvolle Aufgabe übernommen. Denn ihr hantiert in vielen Bereichen mit sehr viel Geld, das aber keinem von uns gehört. Umso verantwortungsvoller müssen wir damit umgehen“, appellierte der längstdienendste Gemeinderat der Marktgemeinde, der ehemalige VP-Fraktionsobmann Johannes Käfer – er ist seit 15 Jahren im Gemeindevorstand –, an die Neuen.

Ein Appell, den in ähnlicher Form zuvor auch schon der wiedergewählte SP-Bürgermeister Harald Gnadenberger getätigt hatte, wobei sein Appell sich nicht nur an die „Neulinge“ richtete: „Als Gemeinderäte habt ihr gelobt, zum Wohle der Gemeinde zu arbeiten. Agiert daher im Handeln als Gemeinderat nicht parteipolitisch, sondern macht das, was gut für Gresten ist, denkt mittel- und langfristig, handelt nachhaltig und setzt euren Hausverstand ein“, betonte Gnadenberger und freute sich auf eine Periode, in der in der Marktgemeinde der Frauenanteil gestiegen, der Altersdurchschnitt aber drastisch gesunken ist.

Weiter „Kommunikation auf Augenhöhe“

Das vor allem im vergangenen Jahr aufgebaute „sehr gute Klima der Zusammenarbeit und Kommunikation auf Augenhöhe“ solle auch in der neuen Periode anhalten, strichen sowohl SP-Fraktionsobmann Vizebürgermeister Johannes Buchebner als auch der neue VP-Fraktionsobmann Markus Weinmesser hervor. Auch Weinmesser ist einer der acht Neuen im Gemeindeparlament und gleichzeitig auch der einzige Neue im Gemeindevorstand, der weiterhin fünf Mitglieder umfasst.

Dass die Zusammenarbeit passt, zeigten auch die Abstimmungsergebnisse. Bürgermeister Harald Gnadenberger erhielt 16 von 16 gültigen Stimmen. Drei Stimmzettel waren leer. Vizebürgermeister Johannes Buchebner durfte sich über zwölf gültige Stimmen freuen (sieben leere Stimmzettel). Und bei den Wahlen in den Gemeindevorstand erhielten vier der fünf Mitglieder alle 19 Stimmen. Nur Johannes Käfer musste sich mit 15 Stimmen begnügen.

Der Grestner Gemeinderat hat mit insgesamt sechs Frauen wieder einen der höchsten Frauenanteile der Gemeinderäte im Bezirk. Einen rein weiblichen Ausschuss gibt es in dieser Periode allerdings nicht. Im Sozialausschuss ist Raphael Weinmesser (ÖVP) der „Hahn im Korb“ unter Gabriela Oelmann, Stefanie Mauler, Julika Ginner (alle SPÖ) und Elke Aigner (ÖVP).