Lackenhof , Gaming

Erstellt am 13. März 2018, 05:00

Ötscherlifte: Ärger um Saisonende. Lifte schließen am Sonntag. SP-Ortschefin Renate Gruber ist verärgert.

Beim Saisonstart im Dezember strahlte zwar auch die Sonne vom Himmel, allerdings waren die Schneebedingungen noch nicht ganz perfekt. Diesen Sonntag schließen nun die Lifte in Lackenhof.  |  Archiv

Unmut herrscht derzeit in Lackenhof (Gemeinde Gaming). Nicht nur SP-Bürgermeisterin Renate Gruber ist verstimmt, auch Tourismusobmann Walter Pöllinger versteht die Welt nicht mehr. Der Grund: Die Lifte in Lackenhof werden diese Wochen den Betrieb für die heurige Wintersaison einstellen.

"Saisonschluss nicht nachvollziehbar"

„Und das, obwohl das Wetter und die Schneelage eigentlich derzeit super sind“, sieht Gruber keinen Grund für ein so jähes Ski-Ende. „Das gefällt mir persönlich gar nicht, daher habe ich auch einen Beschwerdebrief an die zuständige Landesrätin Petra Bohuslav geschrieben.“

Die Pisten seien in einem Top-Zustand und sollten auch genutzt werden. „So ein frühes Saisonende ist vor allem für die Gastronomie und die Beherbergungsbetriebe in der Region bitter“, führt Gruber weiter aus. Schließlich sei Lackenhof ja auch mit dem Snowboard-Weltcup im Blick der Öffentlichkeit gewesen. „Für mich ist der Saisonschluss am 18. März nicht nachvollziehbar.“

Auf Unverständnis stößt der Umstand auch bei Pöllinger: „Das ist heuer einfach viel zu früh. Wir sind eigentlich immer bis Ende April gefahren.“ Der Tourismusobmann verstehe schon, dass man ökonomisch denken muss: „Aber heuer wäre das sicher wirtschaftlich.“

Er gesteht aber ein, dass es in den letzten Jahren zu Ostern nicht immer einfach für die Liftbetreiber war: „Es gab immer wieder Probleme mit dem Wetter. Aber auch wenn der Beschluss für die Öffnungszeiten schon im Herbst gefallen wäre, könnte man jetzt noch immer auf das tolle Wetter reagieren.“

Besuchereinbruch als Grund für Saisonende

Anders sieht das die Geschäftsführung der Ötscherlifte. Andreas Buder und Markus Redl verstehen die Kritik nicht: „Die Saisonzeiten werden jeweils vor der Wintersaison festgelegt und waren daher dem Tourismusverband und auch der Marktgemeinde Gaming seit dem Herbst bekannt“, ist man ob der jetzigen Kritik überrascht.

„Die Entscheidung über das Ende der Wintersaison mit Sonntag, 18. März, wurde aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen getroffen“, erklärt das Führungsduo gegenüber der NÖN weiter. „Denn die Besucherauswertung der letzten fünf Wintersaisonen – und auch da-rüber hinaus – zeigt, dass die Gästezahlen, auch bei guten Schneeverhältnissen, nach dem ungarischen Feiertag am 15. März extrem einbrechen.“

Wer auch zu Ostern aber gerne Skifahren möchte, könne das als Saisonkarteninhaber und auch als normaler Gast im Partnerskigebiet Hochkar bis zum Ostermontag, 2. April, tun.

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