Erste Ideen für geplante Wildnis-Schau. Ausstellungsplaner stellten im Rahmen eines Workshop ihre ersten Visionen für das Haus der Wildnis vor.

Von Claudia Christ. Erstellt am 06. März 2019 (05:17)
www. pronatour.at
So wie auf dieser Visualisierung könnte laut den Planern ein Ausstellungsraum im Haus der Wildnis aussehen. Eine Vielzahl an interaktiven Stationen soll den Besucher hautnah an das Thema Wildnis heranführen.

Mit dem Haus der Wildnis, das auf Initiative von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf in Lunz entstehen wird, soll auf rund 700 Quadratmetern ein einzigartiges Naturkompetenzzentrum geschaffen werden.

Bei einem Arbeitsworkshop im Lunzer Amonhaus wurden kürzlich die ersten Ideen zur Ausstellung Vertretern der Gemeinde und des Wildnisgebietes Dürrenstein, allen voran Bürgermeister Martin Ploderer und Wildnisgeschäftsführer Christoph Leditznig sowie Martin Kainz vom WasserCluster Lunz und Touristikern vorgestellt. Die Ausstellungsplaner, Projektleiterin Ulrike Balek und Geschäftsführer Christian Lang von pronatour, setzen bei ihren Visionen für die Schau auf eine lebendige und gleichzeitig behagliche Inszenierung.

„Es soll ein heller Gesamteindruck entstehen mit Holz am Boden und an den Wänden und bewusstem Integrieren der vorhandenen Säulen“, betont Balek. Die fünf angedachten Bereiche der Ausstellung behandeln die Themen „Was ist Wildnis?“, „Wildnis zulassen“, „Wertvolle Wildnis“, „Urwald unwiederbringlich“ und „Lunzer See als Zeitzeuge“. Bei letzterer Station will man gemeinsam mit dem WasserCluster Lunz besonders auch die Forscher ansprechen.

Zusätzlich soll es zwei Emotionsräume geben. „In einem der beiden haben wir geplant, die Vielfalt der Wildnis darzustellen, der andere würde sich mit den Jahrhunderten des Urwaldes beschäftigen“, erklärt die Projektleiterin. Ein interaktives Landschaftsmodell im Eingangsbereich verschaffe den Besuchern einen Überblick über das Wildnisgebiet. Mit Wildnisbotschafter-Stationen, Kollagen und Klapptafeln soll das Thema für die Besucher verständlich aufbereitet und veranschaulicht werden. Schiebepuzzle, Interview-Stationen und Infostämme sollen für Interaktion sorgen.

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Über VR-Stationen wird der Flug des Habichtskauzes simuliert und so ein faszinierender Einblick ins Wildnisgebiet geboten.

Zusätzlich wird der Besucher mittels VR-Brille einen Tag im Urwald erleben können. „Highlight wird sicherlich auch der Flug des Habichtskauzes der über VR-Stationen simuliert werden soll und so einen faszinierenden Einblick ins Wildnisgebiet bieten wird“, erklärt Balek. Alle Vorschläge der Projektplaner fanden bei den Workshopteilnehmern großen Anklang. Jetzt beginnt die Umsetzungsphase. „Geplant ist, dass die Ausstellung mindestens sechs Tage pro Woche geöffnet ist, und das ganzjährig von 9 bis 17 Uhr“, informierte Bürgermeister Martin Ploderer.

Und Christoph Leditznig betonte: „Ziel muss sein, dass wir der Ausgangspunkt sind für alle, die Natur erleben wollen. Zudem wollen wir, dass jeder niederösterreichische Schüler mindestens einmal bei uns war.“ Derzeit sei das Budget von fünf Millionen Euro für das Haus der Wildnis beinahe ausgeschöpft. „Ich bin dennoch zuversichtlich, dass wir alles so realisieren können“, sagt Leditznig.