Burgruine Perwarth: Mauerwerk für Mauerwerk zum Lebensprojekt

Erstellt am 05. Februar 2023 | 05:54
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Burgherr Anton Wagner plant mit der Gründung eines Fördervereines die nächsten Schritte zur Renovierung der Burgruine Perwarth.

Anton Wagner gewährte der NÖN Einlass in sein Lebensprojekt, der Burgruine Perwarth. Vor zwei Jahren hat er seine „neue Freundin“, wie er das historische Mauerwerk nennt, von der Marktgemeinde Randegg erworben. Mit welcher Begeisterung er die 1560 erbaute Ruine zu einer Eventlocation für Veranstaltungen umrüsten will, wird spürbar, wenn er von den nächsten Renovierungsschritten berichtet: „Heuer gehen wir den Nordteil der Ruine an. Hier soll eine Küche ein Besprechungszimmer sowie Garderobe und Sanitäranlagen entstehen.“ Damit das auch alles finanziell zu stemmen ist, stand diese Woche die Gründung des Vereines „Ruine Perwarth“ an. Gemeinsam mit der Leaderregion Eisenstraße und Eigenkapital – „In der Burg steckt bereits ein Einfamilienhaus“, meint Wagner – soll der nächste Schritt realisierbar werden. Mit dem Verein wollen die 20 Gründungsmitglieder auch neue Fördermitglieder mit ins Boot holen und die Burg auch durch die Buchung für Veranstaltungen auf wirtschaftliche Beine stellen. „Die Location eignet sich dann sehr gut für Mittelalterfeste, Hochzeiten und andere Events“, betont Wagner.

Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun, und viel ist bereits auch in den zwei vergangenen Jahren geschehen. Denn stellenweise war die Burgmauer unsichtbar und bis zu eineinhalb Metern verschüttet. „Die Bagger waren einen Monat lang beschäftigt, die Burg von Schutt und Grünwuchs freizulegen“, erklärt Wagner. Tausende Arbeitsstunden flossen bereits in die Revitalisierung des Mauerwerkes.

Nach der Winterpause wird es mit den Arbeiten weitergehen. „Am 13. März kommen die Archäologen, und im Juni das Bundesdenkmalamt“, freut sich Wagner schon wieder darauf, loslegen zu können. Außerdem plant er bereits die nächsten Events. „Nach unserem Neujahrsauftakt mit Musik findet am 3. Juni ein Sommernachtsfest hier statt.“

Die Ideen für seine Burgruine gehen dem 67-jährigen Gewölbebauer wohl nie aus. Kein Wunder bei einem 1.400 Quadratmeter großen Anwesen.

Übrigens: Die Burg bietet auch ausreichenden Stoff für eine Masterarbeit von Archäologiestudenten.