Gemischte Reaktionen nach Party in Scheibbs. Naschenweng-Auftritt erst kurz vor Mitternacht. Viele düsten vorher verärgert ab.

Von Gerhard Rötzer und Christian Eplinger. Erstellt am 12. September 2019 (04:34)
Rötzer
Einige Besucher des Konzerts von Melissa Naschenweng – vor allem Eltern, die mit ihren Kindern gekommen waren – waren über den späten Auftrittszeitpunkt verärgert und verließen das Konzert vorzeitig.

„A Nocht, wo‘s krocht“ lautete am Freitag das Party-Motto in der Stocksporthalle Scheibbs. Als Hauptact kündigte Veranstalter Christian Sauer (Party4You Mostviertel) die Kärntner Charts-Stürmerin Melissa Naschenweng an.

„Um aus dem Konzert gleich eine geile Party zu machen, haben wir für euch die Nr. 1 aus dem Ennstal, DJ ED engagiert, der mit seinem Programm rund um Melissa die Hütte bis in die frühen Morgenstunden zum Kochen bringen wird!“, lautete der Einladungstext auf der Facebook-Seite von Christian Sauer.

Auftritt erst um 23.30 Uhr

Dass dieses „Rund um“ an diesem Abend das Hauptprogramm sein würde und Melissa Naschenweng erst um 23.30 Uhr ihren einstündigen Auftritt hatte, erregte dann einigen Unmut in der zum Bersten vollen Stocksporthalle – auch wenn DJ ED und Naschenweng selbst für tolle Stimmung sorgten.

Einige Besucher verließen vorzeitig wieder die Location. Vor allem Besucher mit Kindern, die eigentlich gar nicht da sein hätten dürfen. Denn auf allen Plakaten stand „Einlass ab 16 Jahren“. „Wir waren mit unseren Kindern vor Ort und haben 16,90 Euro pro Person – egal ob Erwachsene oder Kind – bezahlt. Beim Eingang hat keiner was gesagt. Auch nicht, dass Melissa erst so spät auftreten wird. Das war für unsere Kids natürlich zu spät. Wenigstens haben wir den Eintritt wieder zurückbekommen“, schilderte ein verärgerter Besucher im NÖN-Gespräch.

„Das war keine Konzert-Veranstaltung, sondern eine Disco mit Melissa als Live-Act und Headliner."Christian Sauer

Auch auf Facebook ließen einige ihren Unmut aus: „Das ist eine große Verarsche.“ „Wenn steht, sie tritt am 6. September auf, dann erwarte ich mir das auch und nicht, dass schon fast der 7. September ist“, hieß es dort.

Veranstalter Christian Sauer bedauert gegenüber der NÖN, dass es hier zu Missverständnissen gekommen ist. „Das war keine Konzert-Veranstaltung, sondern eine Disco mit Melissa als Live-Act und Headliner. Das habe ich allen, die sich im Vorfeld bei mir erkundigt haben, so mitgeteilt. Auch, dass die Veranstaltung für Kinder eigentlich nicht geeignet ist. Alle, die vorzeitig wieder gingen, bekamen den Eintritt zurück. Ich will keine schlechte Nachrede.“