223 Millionen für ZKW-Erweiterung. ZKW Group vergrößert ihre Produktionswerke in Mexiko und der Slowakei. German Design Award als Draufgabe.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 02. Dezember 2019 (08:46)

Die Automotive-Industrie kriselt. Audi, BMW und Daimler fahren in Deutschland bereits einschneidende Sparpläne und reduzieren ihre Mitarbeiter. Die ZKW Group mit Hauptsitz in Wieselburg geht dennoch ihren Expansionskurs weiter und vergrößert ihre Fertigungskapazitäten an ihren internationalen Standorten in Mexiko und der Slowakei. „Trotz der wirtschaftlich angespannten Lage der Automotive-Industrie bauen wir unsere Standorte weiter aus, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben“, erklärt Oliver Schubert, CEO der ZKW Group, die Strategie.

Mexiko-Werk
ZKW Group

Das Werk in Silao (Mexiko), das 2015 in Betrieb ging, wird bis Ende 2020 um 19.000 Quadratmeter Produktionsfläche vergrößert. Geplant ist, den Personalstand bis 2023 auf rund 1.400 Mitarbeiter zu verdoppeln. Gefertigt werden in Silao hochwertige Hauptscheinwerfer für Premium-Automobilhersteller wie BMW, Daimler, Ford Lincoln, GM, Navistar, Nissan Infiniti, VW und Volvo. Insgesamt investiert ZKW rund 67,5 Millionen Euro am Standort in Mexiko.

Werk in der Slowakei
ZKW Group

Im slowakischen Krušovce ist das größte Erweiterungsprojekt in der ZKW Geschichte – 155 Millionen Euro wurden investiert – bereits in Betrieb gegangen. Hier wurde die Produktionsfläche auf rund 42.000 Quadratmeter verdoppelt. Neben der Kunststoffteile-Fertigung mit 45 Spritzgussmaschinen werden zukünftig auch Kunststofflinsen und Module in Krušovce gefertigt. Das Werk ist mit knapp 2.500 Beschäftigten nach Wieselburg der zweitgrößte Fertigungsstandort von ZKW. In Krušovce werden Haupt- und Nebelscheinwerfer gefertigt sowie neue Lichtsysteme entwickelt.

German Design Award für „stripeZ“

Eine Erfolgsmeldung für ZKW gibt es aus Deutschland. „stripeZ“ heißt das neue, in Wieselburg entwickelte Lichtmodul der ZKW Lichtsysteme GmbH. Eine Matrix-Lichtquelle mit extraflacher Linse und integriertem Kühlelement, für das der Wieselburger Lichtsystemehersteller mit dem German Design Award 2020 ausgezeichnet wurde.

„stripeZ“
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Ausschlaggebend für die Jury war das besonders kompakte Design des Lichtelements, das neue Gestaltungsmöglichkeiten der Hauptscheinwerfer und der Frontpartie des Fahrzeugs erlaubt und zusätzlichen Freiraum im Scheinwerfergehäuse schafft. Im Vergleich zu herkömmlichen LED-Elementen weist die Technologie deutlich kleinere Abmessungen bei gleicher Lichtperformance auf.

„Die Auszeichnung ist für uns sehr wichtig, da das Thema Design bei Automotive-Licht- und Sensoriksystemen immer bedeutender wird. Die Autohersteller haben zunehmend höhere Anforderungen an das Erscheinungsbild, daher müssen wir zukunftsweisende Designs entwickeln“, betont CEO Oliver Schubert.

Aufgabenstellung für die ZKW-Designer war es, das Thema Licht mit einem LED-Modul in die Form eines Auges zu bringen.

Freude beim Projekt-, Kommunikations- und Marketingteam von ZKW Lichtsysteme Wieselburg über den German Design Award 2020, von links: Johannes Scherr, Hannes Scheer, Aileen Salzwedel, Laura Kammerer, Andreas Wimmer, Andreas Fischer, Christian Balogh, Thomas Brunner, Vanessa Sonnleitner, Christian Renner und Roman Loidhold.
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