Lengauer folgt Winter in Rogatsboden. Nach 30 Jahren als Lehrer an der Sonderschule Rogatsboden – acht als Direktor – geht Franz Winter mit 1. März in Pension.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 17. Februar 2020 (05:44)
Die 56-jährige Purgstallerin Renate Lengauer, Direktorin der ASO Scheibbs, übernimmt ab März nun auch die Leitung der Sonderschule Rogatsboden, die seit Februar 2012 der Scheibbser Franz Winter inne hatte. Winter geht mit 1. März dieses Jahres nach 40 Jahren im Schuldienst in Pension.
Christian Eplinger

Mit diesem Montag haben die letzten drei Wochen in der Lehrerlaufbahn von Franz Winter begonnen. Mit 1. März geht der 62-jährige Direktor der Sonderschule Rogatsboden in Pension. Renate Lengauer, Direktorin der Sonderschule Scheibbs, wird mit der Leitung von Rogatsboden betraut. Damit verschmelzen die beiden verbliebenen Sonderschuleinheiten im Bezirk endgültig zu einer Verwaltungseinheit – wenn auch weiterhin aufgeteilt auf zwei Standorte.

Die 56-jährige Renate Lengauer aus Purgstall, die seit März 2009 interimistisch und seit Februar 2002 fix die Leitung der Allgemeinen Sonderschule Scheibbs (zuvor Sonderpädagogisches Zentrum) inne hat, bekommt damit zu ihren 28 Schülern und elf Lehrkräften in den vier Klassen der ASO Scheibbs auch die 36 Schüler und 26 Mitarbeiter (Lehrkräfte, Betreuer und Reinigungspersonal) der ASO Rogatsboden unter unter ihre Fittiche. Daneben koordiniert sie auch die Integrationsarbeit an den anderen Schulen im Bezirk.

„Wenn du 30 Jahre mit einer Schule so eng verbunden bist, dann kommt natürlich ein bisschen Wehmut beim Abschied dazu.“Franz Winter

„Wir haben jetzt schon sehr gut mit der ASO Scheibbs zusammengearbeitet, weil wir seit einigen Jahren ja nicht mehr nur Kinder mit körperlicher oder geistiger Behinderung, sondern auch Vorschul- oder Volksschulkinder bei uns haben. Es hat immer wieder einen gegenseitigen Wechsel von Schülern zwischen den zwei Schulstandorten gegeben. Durch diese neue Konstellation kann das Zusammenspiel der beiden Sonderschulstandorte im Bezirk noch intensiver werden“, sieht der scheidende Direktor Franz Winter durchaus Vorteile. Insgesamt habe sich in den letzten Jahren organisatorisch sehr viel getan in der Schule Rogatsboden. So ist auch die ganztägige Schulform – vormittags Unterricht, nachmittags Betreuung, Sport, Ausflüge, Spielen – fix eingeführt worden.

Er selbst freut sich auf seinen neuen Lebensabschnitt, der ihn erwartet. Das heurige Jahr will er vor allem für seine Frau und sich selbst nutzen. So stehen unter anderem eine Moskau- und St. Petersburg-Reise, ein Santorin-Urlaub im September und ein Malediven-Urlaub auf der „To-do-Liste“. „Die nächsten Monate will ich wirklich ganz privat verbringen. Danach kann ich mir schon vorstellen, mich irgendwo im Sozialbereich zu engagieren. Aber nicht in ganz vorderster Reihe“, sagt der Scheibbs.

Wenn er an seine bevorstehenden letzten Tage in der ASO Rogatsboden denkt, kommt aber auch Wehmut auf. „Ich war 30 Jahre als Lehrer an der Sonderschule Rogatsboden tätig, habe lange Jahre den Aufbaulehrgang gemeinsam mit der Lebenshilfe entwickelt und bin nach einigen Jahren als Vertreter von Günter Kogler im Februar 2012 sein Nachfolger als Direktor geworden. Natürlich hat man da auch viele schöne Erinnerungen und es steckt sehr viel Herzblut mit drin“, erzählt Franz Winter, der 1980 als Sonderschullehrer in der ASO Purgstall begonnen hat.

Wie wichtig die Zusammenarbeit mit Eltern, Gönnern und Gemeinden gerade im sonderpädagogischen Bereich ist, war Winter stets bewusst. Daher ist es ihm ein Bedürfnis, sich bei den vielen Förderern der Schule zu bedanken. „Neben dem Elternverein und dem Förderverein sind viele Sponsoren und die Schulgemeinden immer voll und ganz hinter unserer Schule gestanden und haben für eine sehr gute Ausstattung gesorgt“, sagt Winter dafür nochmals danke. Der Schulsprengel der ASO Rogatsboden umfasst den gesamten Scheibbser Bezirk. Dazu kommen immer wieder schulsprengelfremde Kinder (aktuell acht aus den Bezirken Melk und St. Pölten-Land).