Erstellt am 14. Juni 2018, 05:00

von Claudia Christ

Topregion für Genuss und Sport. Im Jahr 2017 wurde im Mostviertel die Millionengrenze an Übernachtungen überschritten.

Präsentierten den Mostviertler-Geschäftsbericht in Petzenkirchen: Mostviertel Tourismus-Geschäftsführer Andreas Purt, Obfrau des Tourismusverbandes Moststraße und Vorsitzende Mostviertel-Tourismus, Michaela Hinterholzer, Landesrätin Petra Bohuslav und Obmann Eisenstraße NÖ Andreas Hanger (von links).  |  Claudia Christ

Die einmalige hügelige Landschaft und das kulturelle, sportliche und kulinarische Angebot der Region machen das Mostviertel zu einem beliebten Urlaubs- und Ausflugsdomizil.

Das beweisen auch die aktuellen Zahlen, die am Mittwoch bei einer Pressekonferenz der Mostviertel Tourismus GmbH beim Bärenwirt in Petzenkirchen veröffentlicht wurden. „Der Tourismus in der Region ist eine tragende Säule des niederösterreichischen Tourismus. Wir haben 2017 im Mostviertel die Millionengrenze an Übernachtungen bereits überschritten“, berichtete die Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus und Sport, Petra Bohuslav. Mit 1,065 Millionen Nächtigungen und einem Plus von 3,8 Prozent sei das bereits früher als geplant gelungen. Besonders gut entwickelt haben sich die Zahlen in der Wintersaison von November bis April. Hier konnte ein Plus von 3.500 Nächtigungen erzielt werden. Die Orte Göstling, Gaming und Mitterbach führen dabei die Liste an.

„Wir haben 2017 im Mostviertel die Millionengrenze an Übernachtungen bereits überschritten.“Petra Bohuslav, Landesrätin Wirtschaft, Sport, Tourismus

Neben dem Wintersport lockt die Region immer mehr Tagesausflügler an. Niederösterreichweit gab es im Vorjahr rund 40 Millionen Tagesausflügler. „Sie sorgen für eine Wertschöpfung von 1,4 Milliarden Euro“, betont Bohuslav. Rund 15 Prozent, nämlich 6,2 Millionen der Niederösterreich-Besucher, genossen einen erlebnisreichen Tag im Mostviertel. Die Landesrätin betonte: „Als Ausflugsdestination ist das Mostviertel auf der Überholspur.“

Birnbaumblüte als Tourismusmagnet

Die Gründe für den Aufwärts-Trend der Region liegen laut Andreas Purt, Geschäftsführer Mostviertel Tourismus, ganz klar auf der Hand: „Der Ybbstalradweg und der Traisental-Radweg sowie die Birnbaumblüte sind bei den Touristen besonders beliebt und bescherten heuer eine volle Bettenauslastung“. Hier haben sich laut Purt die Investitionen in die Werbung bereits bezahlt gemacht.

Ein wahrer Tourismusmagnet ist die Birnbaumblüte. „Die ist längst kein Geheimtipp mehr. Mit der Installation der neuen Birnbaum-Webcam beim Mostheurigen in Hauersdorf, haben wir das Naturschauspiel zudem auch im Netz erlebbar gemacht“, erklärt die Obfrau des Tourismusverbandes Michaela Hinterholzer.

Um die positive Entwicklung der Region voranzutreiben, wird in den nächsten Jahren intensiv an der Digitalisierung der Beherbergungsbetriebe gearbeitet. Die Installierung von „Digitalen 4.0 Coaches“ soll den Betrieben unter anderem bei der Erstellung der Homepage sowie dem Auftritt in den Social Media eine Hilfe sein. „Wir wollen, dass in den nächsten zwei Jahren jeder Betrieb da mit dabei ist“, betonte Purt. Insgesamt zwölf Schulungstermine und Beratungen haben bislang bereits stattgefunden.

Evaluierung der Mostviertel-Radtouren

Dass das Mostviertel für Freizeitsportler ein attraktives Ziel ist, beweisen die insgesamt 37.500 Radler, die im vergangenen Jahr auf dem Ybbstaler Radweg unterwegs waren. Um die Attraktivität für die Radfahrer noch zu erhöhen, werden derzeit die bestehenden Radrouten neu überarbeitet. Die rund 400 Kilometer durch 26 Gemeinden werden dazu neu beschildert und verzeichnet. Bereits im Sommer soll die neue Radkarte erscheinen.

Gemeinsam mit der Eisenstraße, unter Obmann Andreas Hanger, wird derzeit an einem neuen zukunftsträchtigen Projekt gearbeitet: Ein gemeinsames Werbemittel über die E-Mobilität gibt künftig Routenvorschläge für E-Autos und E-Bikes sowie Wissenswertes über Verleih-Shops und Ladestationen.

Während das Ybbstal-Radtaxi bereits täglich zahlreiche Radfahrer transportiert, wird ein generelles Konzept für bedarfsorientierte Mobilität im Raum Ybbstal-Ötscher Ende Juni vorliegen. Des Weiteren ist derzeit eine neue Radkarte zum Thema „Rennradeln“ in Arbeit. Sie beinhaltet die zehn schönsten Touren rund um Waidhofen an der Ybbs und Göstling. „Mit All-in-Radwegen für Mountainbiker, Familienradler und Radrennfahrer wollen wir hier ein vielfältiges Angebot schaffen“, betonte Hanger.

Wer die Region zu Fuß entdecken will, hat ab 2019 am Luchs-Trial die Gelegenheit die beeindruckende Natur zu genießen. Hanger erklärt: „Wir arbeiten derzeit an der Konzeption des Weitwanderweges, der durch die UNESCO Weltnaturerbe Landschaft führt und beide Nationalparks – OÖ-Kalkalpen und Gesäuse – mit dem Wildnisgebiet Dürrenstein verbinden wird.“

NÖN