Windhager Jagdhornbläser eine Klasse für sich. Rund 1.000 Bläser kamen zum Internationalen Jagdhornbläser-Bewerb nach Wieselburg

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 23. Juni 2019 (15:34)

Der NÖ Jagdverband freute sich über 80 Jagdhornbläsergruppen und das umfassende Rahmenprogramm begeisterte Jung und Alt beim 50. NÖ Jagdhornbläser-Wettbewerb. Dieser wurde gleichzeitig auch als internationaler Wettbewerb ausgetragen wurde.

Mit über 1.000 Bläsern aus insgesamt 80 Bläsergruppen konnten sich die Veranstalter auch dieses Mal über regen Zuspruch freuen. „Das Interesse am Jagdhornfest hält ungebrochen an. Wie schon in den vergangenen Jahren haben die Musikanten auch diesmal dazu beigetragen, dass das Niveau der vorgetragenen Musikstücke stetig zunimmt. Zudem kommen zunehmend mehr Besucher zu den Bewerben“, so Niederösterreichs Landesjägermeister Josef Pröll im Rahmen der Veranstaltung im Francisco Josephinum im barocken Schloss Weinzierl in Wieselburg.

Neben den musikalischen Darbietungen wurden den Besuchern auch ein umfangreiches Rahmenprogramm für Groß und Klein sowie regionale Schmankerln und ein Angebot erlesener Weine niederösterreichischer Top-Winzer geboten.

Die Bläsergruppen traten in den drei Leistungsgruppen A, B und Es an, wobei A und Es in „mittel“ und „schwer“ unterteilt waren und in der Leistungsgruppe B nur Gruppen aus Niederösterreich und Wien startberechtigt waren.

Beurteilt wurden Tempo, Dynamik, Rhythmus, Artikulation, Stimmung, Zusammenspiel, musikalische Gestaltung sowie der Gesamteindruck der Gruppe. Dabei konnten sich der Jagdhornverein Windhag in der Leistungsgruppe A und in der Leistungsgruppe Es der internationalen Wertung, der Jagdhornverein St. Leonhard/Walde in der Leistungsgruppe Es der NÖ Wertung sowie die Jagdhornbläser Retzer Land in der Leistungsgruppe B gegen ihre Konkurrenten durchsetzen. Sie freuten sich ebenso wie die Zweit- und Drittplatzierten über attraktive Siegerpreise.

Umfangreiches Programm an beiden Bewerbstagen

Wie schon in den vergangenen Jahren war der NÖ Jagdhornbläser-Wettbewerb durch das umfassende Rahmenprogramm auch diesmal ein Fest für die ganze Familie. Am ersten Bewerbstag traten 12 Bläser der Leistungsgruppe A an.

Danach waren alle Sänger und Musikanten beim Musikantenstammtisch zum Mitmusizieren aufgerufen. Zudem unterhielt die „Mostbratlmusi“ die Besucher. Am zweiten Bewerbstag traten weitere Gruppen der Leistungsgruppe A sowie der Leistungsgruppen B und Es an. Am Nachmittag sorgte die „Wieselburger Tanzlmusi“ für Stimmung, nach der Siegerehrung klang der Tag bei guter Stimmung und zu Liedern der Blasmusikgruppe „die.tschechen“ aus.

Die Besucher konnten an beiden Bewerbstagen regionale Köstlichkeiten wie Hirschspezialitäten vom Brunnhof sowie Most, Bier und Wein verkosten.

Jagdhornbläser als Seele der NÖ Jägerschaft

Mit über 1.300 aktiven Jagdhornbläserinnen und Jagdhornbläsern in rund 120 Bläsergruppen ist Niederösterreich Spitzenreiter in Österreich und gilt als Hort des traditionellen Jagdhornblasens. „Das Jagdhornblasen ist ursprünglich aber auch heute noch ein wichtiger Teil der Jagd und des jagdlichen Brauchtums. Vor allem bei Gesellschaftsjagden sind Jagdhornbläser kaum wegzudenken. Sie sind damit die Seele der NÖ Jägerschaft. Dementsprechend unterstützt der NÖ Jagdverband Jagdhorngruppen als wertvolles Kulturgut und wichtigen Beitrag zum jagdlichen Brauchtum“, so Josef Pröll.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betonte den enormen Beitrag des Jagdhornblasens zur niederösterreichischen Kultur: „Im Jagdhornblasen spiegeln sich Freude, Geselligkeit und die tief empfundene Leidenschaft für jagdliches Brauchtum wider und sie sind Teil der kulturellen Tradition in Niederösterreich. Die Klänge und das Jagdhornblasen sind daher fixer Bestandteil vieler Veranstaltungen. Die zahlreichen Besucher aber vor allem die rege Teilnahme am Wettbewerb zeigen, dass die Begeisterung für das Jagdhornblasen ungebrochen ist und aktuell entsprechend wieder ansteigt.“