Ökologische Gartenoasen schaffen. Öko-Garten-Aktion des Landes wird 20 Jahre alt. Insgesamt 465 Gärten im Bezirk entsprechen Kriterien.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 09. April 2019 (05:43)
Kössl
„Natur im Garten“-Berater Bernhard Haidler, Geschäftsführer Matthias Wobornik und Waidhofens Umweltstadtrat Fritz Hintsteiner mit einem Nützlingshotel. Aus 800 derartigen Elementen soll bei der „Garten Tulln“ das größte Nützlingshotel der Welt errichtet werden.  

Beim Gärtnern auf Pestizide und chemische Dünger zu verzichten sowie ausschließlich torffreie Erde zu verwenden, das sind die Kernkriterien der Aktion „Natur im Garten“, die heuer ihr 20-jähriges Bestehen feiert.

Ins Leben gerufen wurde sie 1999 vom damaligen Umweltlandesrat und nunmehrigen Parlamentspräsidenten Wolfgang Sobotka mit dem Ziel, ökologisches Gärtnern in erster Linie im privaten Bereich zu forcieren. Mittlerweile setzen nicht nur Hobbygärtner, sondern auch zahlreiche Gemeinden und Betriebe auf „Natur im Garten“. „Die Begeisterung für das Öko-Gärtnern wird immer mehr“, freute sich Natur-im-Garten-Geschäftsführer Matthias Wobornik, der seit Jahresanfang als GmbH organisierten Aktion voransteht.

Immer mehr ökolologische Gärten

15.550 Privatgärten wurden in Niederösterreich bereits mit einer Plakette für ökologisches Gärtnern geadelt. Dazu kommen 122 Schaugärten und 75 Betriebe sowie 150 Gemeinden, die ihre Grünräume – vom Park über den Schulgarten bis zum Kreisverkehr – zu hundert Prozent nach den „Natur im Garten“-Kriterien pflegen. „Unser Ziel ist, dass wir bis 2020 alle niederösterreichischen Gemeinden dazu bewegen, der Aktion beizutreten.“ Im Mostviertel sind insgesamt 35 Gemeinden dabei.

In Waidhofen befindet sich seit zwei Jahren der Regionalstandort von „Natur im Garten“ für die Bezirke Amstetten, Waidhofen, Melk und auch Scheibbs. Jeden Freitag in der Zeit von 9 bis 13 Uhr beantwortet Berater Bernhard Haidler im Tourismusbüro im Rothschildschloss sämtliche Fragen zum Thema ökologisch Gärtnern, wobei um eine Anmeldung vorab gebeten wird.

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