Polizei schnappt dreiste Reifendiebe. Zwei rumänische Halbbrüder sollen elf Einbruchsdiebstähle begangen haben.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 20. Mai 2019 (12:02)
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Symbolbild

Elf Einbruchsdiebstähle in Ober- und Niederösterreich mit einer Gesamtschadenssumme von 470.000 Euro, wobei alleine der Wert des Diebesgutes bei rund 435.000 Euro lag, soll ein rumänisches Halbbrüderpaar, 32 und 39 Jahre alt, zwischen April 2018 und Jänner 2019 begangen haben. Beide sitzen mittlerweile in der Justizanstalt Korneuburg in Untersuchungshaft und sind teilweise geständig.

Einbrüche auch bei Weichberger und ATZ

Die beiden Täter sollen dabei auch die beiden Einbruchsdiebstähle bei der Firma Reifen Weichberger in Oberdorf begangen haben. Innerhalb von nur zwölf Tagen stahlen die Täter bei zwei Einbrüchen Ende September und Anfang Oktober aus dem Zentrallager in Oberndorf insgesamt 150 Autoreifen im Gesamtwert von rund 20.000 Euro. Dazu kam ein Sachschaden von weiteren rund 7.000 Euro. Zwei Mal schlug das Brüderpaar offensichtlich auch im Oktober und November des Vorjahres in Wolfpassing im AutoTechnikZentrum Steinakirchen zu. Dort stahlen sie einmal 30 KTM-Fahrräder und beim zweiten Mal 40 Fahrräder der Marke „Ghost“. Die Schadenssumme lag bei knapp 50.000 Euro.

An fünf Tatorten gleich doppelt zugeschlagen

Insgesamt hatten die Täter fünf Tatorte doppelt heimgesucht. Ihr letzter Einbruchsdiebstahl in der Nacht zum 9. Jänner in Kapelln (Bezirk St. Pölten), wo sie bereits einen Monat zuvor erfolgreich gewesen waren, wurde ihnen zum Verhängnis. Im Zuge der Flucht schnappte die Polizei den 32-jährigen Beschuldigten. Sein Halbbruder konnte danach in Rumänien festgenommen werden und wurde nun ausgeliefert. Das Diebesgut haben die Täter, laut ihren eigenen Aussagen bei der Polizei, in Rumänien verkauft.