Buxhofers Warm-Up für den Chef-Sessel. Erich Buxhofer führt bei der Gemeinderatswahl die VP Gresten-Land als Spitzenkandidat an und will „anpacken“.

Von Anna Faltner. Erstellt am 05. Dezember 2019 (05:39)
Die ÖVP Gresten-Land präsentiert sich mit Herbert Leichtfried, Raimund Schuster, Erich Buxhofer, Matthias Aigner, Rosina Resch und Rudolf Plank im Vorstandsteam.
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Namen, Themen und Ziele stehen fest. Die Gemeinderatswahl 2020 in Gresten-Land kann kommen. Wie die NÖN bereits berichtete, wird sich VP-Bürgermeister Leopold Latschbacher der Wahl kein viertes Mal mehr stellen. Den Platz als Spitzenkandidat nimmt der bisherige VP-Vizebürgermeister Erich Buxhofer ein. Und der hat die letzten Monate damit verbracht, sich auf diese Herausforderung vorzubereiten.

Die Namensliste der ÖVP Gresten-Land ist lang – sie umfasst 40 Personen. „Wir wollen damit signalisieren, dass wir breit aufgestellt sind. Rund um Ostern haben wir begonnen, den neuen Gemeinderat zusammenzusetzen. Seit der letzten Parteivorstandssitzung in der Vorwoche stehen die Kandidaten und unser Fahrplan nun fest“, berichtet Parteiobmann Erich Buxhofer. Das Wahlprogramm gliedert sich in drei Blöcke: Leben, Arbeiten, den Lebensraum erhalten und damit die Zukunft sichern – in Gresten-Land. Das gemeinsame Motto heißt: „Wir packen an für Gresten-Land.“

Dahinter steht ein relativ neues Team. Denn neben Leopold Latschbacher verabschieden sich auch Hubert Eßletzbichler, Sabine Osanger, Augustin Pöchacker, Josef Schausberger und Franz Füsselberger aus dem Gemeinderat. Hinzu kommen dafür neue Gesichter: Ziviltechniker Raimund Schuster, Meistermaler Andreas Lengauer, Josef Rechberger, Eva Maria Riegler, Daniel Kogler, Johann Halbartschlager, Martin Schnabler und Christine Wieser.

„Unser Weg ist das Gespräch mit den Leuten. Man hat nur seinen eigenen Blickwinkel, da übersieht man Vieles.“VP-Vizebürgermeister und Spitzenkandidat Erich Buxhofer

Momentan hat die Volkspartei 16 Mandate im Gemeinderat, die Sozialdemokraten drei. „Jetzt gibt es ja mit der FPÖ einen weiteren Mitbewerber, da wird es bestimmt nicht einfach, diesen Stand zu halten“, meint Buxhofer. Dennoch: Wahlkampf möchte der 59-Jährige keinen betreiben, lediglich die Bürger richtig informieren und ihnen zuhören.

„Unser Weg ist das Gespräch mit den Leuten. Wir wollen uns Wünsche, Beschwerden und Anregungen anhören. Man hat nur seinen eigenen Blickwinkel, da übersieht man vieles. Daher ist mir die Meinung der Bevölkerung wichtig“, betont Buxhofer, der sich für das aktuelle Schuljahr als MMS-Direktor ein Freijahr genommen hat. Im September 2020 kehrt er auch wieder als Direktor zurück.

„Natürlich muss die Opposition aufzeigen“

Die offene Kommunikation ist ihm auch im Gemeinderat wichtig. „Wenn ich jetzt zurückblicke, waren die meisten Beschlüsse einstimmig. Natürlich muss die Opposition das ein oder andere mal aufzeigen, sonst wäre sie ja fehl am Platz“, sagt Buxhofer. Zum Thema Freiheitliche – Martin Teufl hat die Blauen wieder zum Leben erweckt – sagt der Listenerste nur so viel: „Wenn die Bevölkerung diese Kraft im Gemeinderat sehen will, dann ist das zu akzeptieren. Die Wertschätzung muss auf beiden Seiten da sein.“

Was die Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde angeht, hat Buxhofer eine klare Meinung: „Mit Harald Gnadenberger funktioniert das wirklich gut. Aber für uns wäre eine Zusammenlegung ein vollkommen logischer Schritt. Bei Projekten geht viel Zeit verloren, weil wir uns erst abstimmen müssen. Die Liste der Vorzüge ist lang.“