Elf Rollen bestens besetzt. Das Grestner Pfarrtheater lockte am Faschingswochenende zu drei Vorstellungen des Stückes „Der Hypochonder“ in den Pfarrsaal. Für zwei Termine gibt es noch Restkarten.

Von Hans Karner. Erstellt am 25. Februar 2020 (05:09)

Dreimal begeisterte die Besucher des Pfarrtheaters am Faschingswochenende das amüsante Stück „Der Hypochonder“ von Fritz Schindlecker. Seine Version des eingebildeten Kranken von Molieré verpflanzte er in ein kleines Dorf im Weinviertel, wo der Bio-Winzer Vinzenz Oberholzer das Sagen hatte.

In der Titelrolle war Christian Prauchner angekündigt. Eine Rolle, die ihm auf den Leib geschneidert war, wie die Premiere eindrucksvoll bestätigte. Ein komödiantisches Multitalent, dass sich nicht des Holzhammers bediente, sondern mit Hausverstand und feiner Klinge vermittelte. Die weiteren zehn Rollen sind ebenso bestens besetzt. Leo Latschbacher jun. als Oberholzers wandelbarer Neffe Kevin und Barbara Leichtfried als temperamentvolle Nichte Vroni, die sich schon auf ihr Erbe freuen. Eine Klasse für sich sind Andreas Lechner als Dr. Ägidius Lemplmeier, Magdalena Leichtfried als böhmische Haushälterin oder der Debütant Johannes Rumpl, der in der „Doppelrolle“ Bertl Pschestranek, bzw. Mahavishnu, zu glänzen versteht.

Für die Regie und Organisation sind in bewährter Weise wieder Pfarrer Franz Sinhuber und Herta Wachauer zuständig. Die guten Geister hinter der Bühne, Elisabeth Hintersteiner, Andrea Faschingleitner, Nicole Plank und Martin Wailzer, sind unverzichtbar. „Der Hypochonder“ wird noch am Freitag, 28. Februar, und Samstag, 29. Februar, (jeweils ab 19.30 Uhr) aufgeführt. Es gibt noch Restkarten.