Traurig schönes Theatererlebnis in Wieselburg. Proben laufen Christina Meister-Sedlinger und das Ensemble vom Stadt.Theater inszenieren „Liliom“.

Von Karin Maria Heigl. Erstellt am 05. April 2019 (03:35)
Kurt Tutschek
Kabarettist Michael Scheruga in einer sehr ernsten Rolle: Er verkörpert in der Produktion des Stadt.Theater.Wieselburg den gewaltbereiten Verlierer Liliom. Premiere ist am 26. April im Kulturhof Aigner in Bodensdorf.

Regisseurin Christina Meister-Sedlinger wagt sich mit dem Ensemble des Stadt.Theater.Wieselburg an ein sehr bekanntes und nicht minder schwieriges Stück: Franz Molnars „Liliom“ ist eine Geschichte über Liebe, Gewalt und das klägliche Scheitern.

Liliom verdient sich als Angestellter der Frau Muskat sein Geld als „Hutschenschleuderer“ im Prater. Als sich der Strizzi und Frauenheld in das Dienstmädl Julie verliebt, kündigt ihn Frau Muskat aus Eifersucht. Aus Kummer über seine Arbeitslosigkeit und um seine Verletzlichkeit zu überspielen, beginnt er, Julie zu schlagen.

Als diese schwanger wird, gerät Liliom zusätzlich unter Druck. Er beteiligt sich an einem Raubüberfall. Dieser misslingt, Liliom begeht Selbstmord. Dreizehn Jahre später darf er auf die Erde zurück, um zu bereuen und wiedergut zumachen, was er Julie angetan hat, aber er scheitert erneut.

Regisseurin Christina Meister-Sedlinger hat das Drama für das Wieselburger Ensemble adaptiert. Die Proben sind vielversprechend: „Es ist ein wirklich herausforderndes Stück, aber wir sind sehr motiviert und arbeiten intensiv daran. Die Zuschauer können sich auf ein berührendes Theatererlebnis freuen“, verrät Michael Scheruga.