90 Jahre mit den Bienen. Imkerverein Purgstall-Oberndorf feierte einen runden Geburtstag.

Von Karin Katona. Erstellt am 10. April 2019 (05:33)
Karin Katona
Imkervereins-Obmann Hermann Möhlmüller mit den Ehrengästen und geehrten Mitgliedern bei der 90-Jahr-Feier ses Imkervereins Purgstall-Oberndorfs. Insgesamt 90 Vereinsmitglieder betreuen 800 Völker.

Auf die großen Veränderungen in der Bienenzucht in den vergangenen Jahrzehnten blickte Obmann Hermann Höhlmüller bei der 90-Jahr-Feier des Imkervereins Purgstall-Oberndorf zurück.

„Schon die Vermehrung der Bienenvölker ging anders als heute vor sich. Die Entstehung von Völkern durch Bienenschwärme birgt aber die Gefahr der Inzucht in sich“, weiß Höhlmüller. Die Folge: „Die Bienen waren aggressiver als heute.“ Die Imker von heute bevorzugen Reinzuchtköniginnen: „Bei uns ist das die Carnica-Biene. Sie gilt als schwarmträge und sanft und bringt auch eine gute Honigleistung“, erläutert der erfahrene Imker. Die Carnica-Biene sei auch resistenter gegen das Schreckgespenst der modernen Bienenzucht, die Varroa-Milbe.

„Bienenkrankheiten wie die Nosema-Krankheit, mit der die Imker früher zu kämpfen hatten, haben ihre Schrecken verloren“, berichtet Hermann Höhlmüller weiter. „Heute machen die Varroa-Milbe und die Amerikanische Faulbrut unseren Bienen zu schaffen.“ Der Klimawandel und der exzessive Einsatz von Insektiziden schaden auch den Bienenvölkern. „Das Bewusstsein dafür, dass die Biene ein kostbarer Bestandteil unseres Ökosystems ist, ist aber mittlerweile groß“, hebt Imkervereins-Obmann Höhlmüller hervor.

Immer größer ist auch das Interesse an der Bienenzucht: Der Imkerverein durfte sich in den vergangenen Jahren über regen Mitgliederzuwachs freuen. Dafür tut man aber auch einiges: Jeder Jungimker bekommt ein Volk gratis sowie Betreuung und Beratung von erfahrenen Vereinsmitgliedern. Dazu gibt es regelmäßige Schulungen und Fördermaßnahmen.