Purgstall an der Erlauf

Erstellt am 13. Juni 2018, 05:00

von Karin Katona

Neue Zufahrt sorgt für Ärger. Hofer-Filiale in Purgstall plant neue Zufahrt von der B25. Betroffene Bürger protestieren.

Die Hofer KG möchte für ihre Purgstaller Filiale nach der Ortseinfahrt in die Pöchlarner Straße eine Zufahrt von der LB25 errichten.  |  Karin Katona

Ärger und Protest unter Purgstaller Bürgern hat in der vergangenen Woche ein Aushang auf dem Gemeindeamt ausgelöst: Die Hofer KG plant für ihre Purgstaller Filiale eine neue Zufahrt von der LB25. Durch eine Zufahrt aus der Pöchlarner Straße wenige Meter nach der Ortseinfahrt ist die Hofer-Filiale von Purgstall aus bereits gut erschlossen. Die neue Zufahrt soll den Kunden von der Bundesstraße aus nun eine direkte Erreichbarkeit bieten.

Bürger machen Unmut auf Facebook Luft

Eine unnötige Verkehrsbelastung, wie einige Purgstaller finden, die ihrem Unmut auch bereits auf Facebook Luft gemacht haben. Der Knackpunkt: Durch die geplante Einfahrt, die an den Kreuzungsbereich anschließt, geht ein Stück Gehweg verloren, das viele Kinder aus der Pratersiedlung auf dem Schulweg benützen. „Für die Bewohner der Pratersiedlung ist das der einzige sichere Fuß- und Radweg aus der Siedlung in den Ortskern“, erklärt Andreas Müller.

Der Aushang für die Verhandlung am 2. Juli auf dem Gemeindeamt. Die Pläne können auf dem Bauamt eingesehen werden.  |  privat

„Schon der starke Verkehr macht den Weg sicherheitsmäßig grenzwertig, jetzt kommt noch eine Bedrohung dazu.“ Der vom Verkehrsplaner als Alternative vorgeschlagene Umweg über Hofer-Parkplatz sei „eine Augenauswischerei“. Denn: „Dann müssten die Kinder über die hintere Hofer-Zufahrt. Das ist kein sicherer Schulweg.“

Bürgermeister Christoph Trampler versucht zu beruhigen: „Wir werden die Bürger bestmöglich vertreten und keine Verschlechterung der Situation der Fußgänger hinnehmen. In einer schriftlichen Stellungnahme an die Bezirkshauptmannschaft Scheibbs habe ich auch ausdrücklich darauf hingewiesen.“

Telefonisch habe er darüber hinaus auch die politische Landesvertretung in Kenntnis gesetzt. In einem Facebook-Posting richtet sich der Ortschef an seine Bürger: „Über eure Unterstützung würden wir uns sehr freuen.“ Übrigens: Die Geschäftsleitung der Hofer KG wollte sich auf Anfrage der NÖN zu dem laufenden Verfahren noch nicht äußern.