Caritas: Erstes weibliches Führungs-Duo. 25 Jahre stand Regionalleiter Johannes Hofmarcher an der Spitze. Im Oktober übergibt er sein Amt an Elena Steinmaßl.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 18. September 2019 (02:54)
Christian Eplinger
Johannes Hofmarcher, der mit Oktober in Pension geht, mit Pflegeleiterin Andrea Reiter (links) und der neuen Regionalleiterin Mostviertel Ost Elena-Daniela Steinmaßl. Die beiden werden künftig das erste rein weibliche Leitungsduo der vier Caritas-Regionen von Betreuen und Pflegen zu Hause der Caritas Diözese St. Pölten bilden.

Eine Wachablöse geht dieser Tage bei der Caritas Hauskrankenpflege über die Bühne. Nach fast einem Vierteljahrhundert als Mostviertler Regionalleiter für den Bereich Betreuen und Pflegen zu Hause geht der Scheibbser Johannes Hofmarcher (61) mit Ende des Monats in Pension.

Seine Nachfolgerin ist um 22 Jahre jünger, kommt aus St. Pölten und war zuletzt beim NÖ Gesundheit und Sozialfonds (NÖGUS) im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Elena-Daniela Steinmaßl hat sich unter 36 Bewerbern für diesen Job durchgesetzt und ist bereits seit zwei Wochen mit Hofmarcher unterwegs auf „Antrittsbesuch“.

Steinmaßl: " Bauch- und Herzensentscheidung"

„Dass ich mich für diesen Job beworben habe, war eine Bauch- und Herzensentscheidung. Pflege und Betreuung – gerade in den eigenen vier Wänden – sind die Themen der Zukunft“, ist Steinmaßl, Mutter eines dreieinhalbjährigen Sohnes, überzeugt. Von Wieselburg aus wird sie künftig die acht Sozialstationen der Region Mostviertel Ost betreuen.

Während Steinmaßl als Regionalleiterin für die wirtschaftlichen und personellen Belange zuständig ist, kümmert sich Andrea Reiter seit 2017 um die Pflegeleitung. Es ist das erste reine „Damen-Duo“ in den vier Betreuungsregionen der Caritas Diözese St. Pölten. Dass die Region Mostviertel Ost sehr gut aufgestellt ist, zeigte sich für Steinmaßl bereits bei den ersten Zusammenkünften mit den 196 Mitarbeitern der acht Stationen, die rund 1.000 Kunden mit unterschiedlicher Intensität betreuen. Tendenz in alle Richtungen weiter steigend (+9 Prozent im ersten Halbjahr).

Auch ein Verdienst von Johannes Hofmarcher, der die Region vor 25 Jahren mit sechs Stationen und 107 Mitarbeitern übernommen hat. Damals allerdings noch das gesamte Mostviertel. Das wären mittlerweile 16 Stationen und 402 Mitarbeiter. Vor zwei Jahren erfolgte daher die Trennung in Mostviertel Ost und West.

„Das war notwendig, denn die Aufgaben sind immer mehr geworden“, weiß Hofmarcher, der dankbar ist für die großartige Vernetzung im Team, aber auch für die Unterstützung durch die Gemeinden, Firmen und Institutionen, die ihm in den fast 25 Jahren untergekommen ist. „Gemeinsam hat man alle Herausforderungen gemeistert. Ich habe, egal wohin ich gekommen bin, eigentlich nie ein Nein zu hören bekommen. Es war eine sehr schöne Arbeit, bei der ich auch für mein eigenes Leben viel gelernt habe“, bedankt sich Johannes Hofmarcher und tritt von der öffentlichen Caritas-Bühne ab – wenngleich er die Caritas selbst immer weiter in seinem Herzen und seiner Gesinnung tragen wird.