100.000 Gäste besuchten das Hochkar. Pandemie bescherte am Hochkar ein Gästeminus von 50 Prozent. Foodtruck und Take-away nur Tropfen auf den heißen Stein.

Von Claudia Christ. Erstellt am 14. April 2021 (04:19)
Bis zum letzten Tag der Wintersaison herrschten am Hochkar optimale Bedingungen für den Skisport. Foto: Eplinger
Eplinger

Mit der Schließung der Lifte am Hochkar ist die Saison 2020/21 nun endgültig Geschichte. Es war eine schwierige Saison für die Betreiber, geprägt durch Kontingentierungen, Verordnungen, Abstandsregeln und Maskenpflicht sowie geschlossene Gastronomiebetriebe. Bedingungen, die unweigerlich zu Gästeeinbußen führen mussten.

„Wir verzeichneten in der vergangenen Wintersaison rund 100.000 Gasteintritte. Das sind rund 50 Prozent weniger als im Jahr zuvor“, zieht Andreas Buder, Prokurist der Hochkar Bergbahnen, am Dienstag nach Ostern, einen Tag nach dem letzten Betriebstag, seine Saisonbilanz. Dennoch zeigt er sich auch zufrieden, „denn trotz der mäßigen Naturschneelage haben wir es dank unseres tollen Teams geschafft, die ganze Saison über, perfekte Pistenbedingungen für unsere Gäste zu schaffen.“ Zudem verhielten sich die Gäste, „bis auf einige wenige Ausnahmen“, sehr diszipliniert und verständnisvoll.

„Wir haben das Beste aus dieser Saison gemacht.“ Johannes Putz, Gastronom

Die Problematik der geschlossenen Gastronomie wurde am Hochkar mit dem kreativen Engagement der Hochkar-Wirte behoben. „Dank der Hochkar-Wirte konnten wir den Gästen ein umfangreiches und abwechslungsreiches kulinarisches Take-away-Angebot zur Verfügung stellen“, betont Buder.

„Wir haben definitiv das Beste aus der Saison gemacht“, zieht Gastronom Johannes Putz Bilanz. Mit seinem Foodtruck und dem Take-away im Almgasthof hat er für die Verköstigung der Gäste gesorgt.

Vergleichbar mit einer üblichen Saison sei der Umsatz aber natürlich in keiner Weise, betont er. „Wir, die Glücklichen unter den Armen, konnten in diesem Winter wenigstens unsere Mitarbeiter weiter beschäftigen und auch den sozialen Kontakt mit unseren Leuten halten“, meint Putz, der mit den Umsätzen seines Skiverleihes von Weihnachten bis Ende Februar durchaus zufrieden sein kann. Zudem war sein Hotel „JoSchi Sporthaus“ am Ende der Saison zehn Tage lang Herberge für 85 angehende Skilehrer, die am Hochkar ihre Ausbildung absolviert haben.

Alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein, „denn was in der Sommersaison auf uns zukommt, ist völlig unplanbar.“ Ob Feste und Hochzeiten stattfinden können, ist in Anbetracht der aktuellen Situation für den Gastronomen fraglich. „Es frustriert einfach, nicht zu wissen, wann und in welcher Form es für die Gastronomie weitergehen wird“, meint Putz, der nun seinen Fokus auf seinen zweiten Geschäftstandort in Lunz am See legen wird.

Hochkarbahn startet erst Ende Juli in die Saison

Denn am Hochkar wird die Sommersaison heuer von umfangreichen Revisionsarbeiten bei der Hochkarbahn – der Liftbetrieb startet erst wieder am 31. Juli – und der Sanierung der Hochkarstraße geprägt sein. Und ob Veranstaltungen stattfinden können, hängt zudem von der Pandemie ab.