Mehr Platz für Urnensäulen. Ein Drittel aller Begräbnisse in Scheibbs waren im Vorjahr Urnenbestattungen. Dem trug man nun Rechnung und errichtete eine zweite, größere Grabstelle für Urnensäulen.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 26. März 2019 (03:50)
Eplinger
Friedhofswärter Franz Mayer vor der Grabstelle für Urnensäulen am Scheibbser Friedhof. Im Hintergrund das geschwungene Betonfundament, auf dem insgesamt weitere 40 Urnensäulen Platz finden.

738 Doppel- und Familiengräber, 304 Einzelgräber, 20 Gruften, 19 Kindergräber und zwölf Ehrengräber beherbergt der städtische Scheibbser Friedhof. Dazu kommen 14 (kleinere) Urnengräber und aktuell 20 Urnensäulen. „Wir haben 2014 diese Grabstelle für Urnensäulen errichtet. Es hat etwas gedauert, bis sie wirklich angenommen wurde. Doch alleine im Vorjahr hatten wir vier dieser Urnensäulen-Bestattungen“, schildert Friedhofswärter Franz Mayer. Damit war die erste Urnensäulen-Grabstelle voll.

Und so hat man nun in Fortsetzung dieser ein zweites breiteres Betonfundament für Urnensäulen errichtet. Dieses bietet Platz für 40 Urnensäulen. Pro Säule können maximal zwei Urnen beigesetzt werden.

„Damit sollten wir einige Jahre auskommen, wenngleich die Urnenbestattungen immer beliebter werden. Von den 54 Begräbnissen im Vorjahr waren 18 Urnenbestattungen. Allerdings werden viele noch in bestehenden Gräbern bestattet“, erklärt Mayer. Ein Vorteil der Urnensäulen: Sie brauchen praktisch keine Pflege. „Vor allem für Menschen, die keine Hinterbliebenen in Scheibbs haben, oft eine ideale Lösung“, weiß Mayer. Einige Urnensäulen sind daher auch schon „vorreserviert“.