Scheibbs

Erstellt am 16. Januar 2019, 04:00

von NÖN Redaktion

Pannenhilfe: Einsatzrekorde im Sommer und Winter. In Scheibbs rückten die ÖAMTC-Pannenfahrer etwa 1.660 Mal aus. Spitzen im Sommer und Winter mit 160 Einsätzen.

Im Bezirk Scheibbs retteten die „Gelben Engel“ im Vorjahr 1.660 Mal gestrandete Verkehrsteilnehmer.  |  Severin Wurnig

Einsatzreich war das Jahr 2018 für die Pannenfahrer im Raum Scheibbs.

Häufig Probleme mit Batterie

Insgesamt rückten sie 1.660 Mal aus, um Pannenhilfe zu leisten. „Rekordmonate waren der heiße August und die Wintermonate Februar und Dezember mit jeweils 160 Einsätzen“, berichtet Gerhard Samek, Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Hauptpannengrund waren einmal mehr Probleme mit der Batterie.

„Mehr als ein Drittel der Einsatzfahrten mussten die Gelben Engel deshalb zurücklegen“, schildert der ÖAMTC-Experte. Der Abschleppdienst, der zum Einsatz kommt, wenn gar nichts mehr geht, wurde in Niederösterreich zudem rund 32.300 Mal gebraucht. Das ist im Vergleich zum Jahr 2017 mit 30.500 Einsätzen ein Plus von 5,9 Prozent.

130.000 Einsätze in NÖ

Niederösterreichweit mussten die Pannenfahrer zu 130.000 Einsätzen ausrücken. Damit sind die Einsatzzahlen im Vergleich zu 2017 mit 126.300 um drei Prozent angestiegen. „Im Schnitt haben unsere Pannenfahrer in Niederösterreich im Vorjahr also rund 55 Einsätze pro Tag absolviert“, erklärt Samek. „Die einsatzstärksten Monate auf Niederösterreichs Straßen waren die Wintermonate – mit rund 12.400 Einsätzen im Februar, gefolgt von März und Dezember mit jeweils rund 11.700 Einsätzen.“

Besonderer Fall: Elektrofahrzeuge

Auch österreichweit blickt die ÖAMTC-Pannenhilfe auf ein besonders arbeitsreiches Jahr zurück. „Unsere Pannenfahrer waren insgesamt rund 700.000 Mal im Einsatz. Im Schnitt ist der ÖAMTC 2018 damit zu knapp 1.915 Einsatzfahrten pro Tag ausgerückt“, fasst Samek zusammen. Ein besonderer Fall für die ÖAMTC-Pannenfahrer sind Elektrofahrzeuge, die mit leerem Akku liegenbleiben. Dafür gab es bisher nur eine Lösung: Abschleppen zur nächsten Ladesäule. Der Mobilitätsclub hat daher seit einigen Wochen einen „Mobile Electric Vehicle Charger“, eine Art Powerbank für E-Autos, im Probebetrieb.

Dieses Gerät kann in wenigen Minuten ausreichend Strom für eine Weiterfahrt abgeben. „Damit sollte die Fahrt zur nächsten Ladesäule möglich sein und die bisher obligatorische Abschleppung kann entfallen“, hält der ÖAMTC-Experte abschließend fest.