Pensionsversicherungsanstalt: Kein Sprechtag mehr. Mehrere Betriebsräte des Bezirks Sceibbs fordern Wiederaufnahme der Sprechtage in Scheibbs.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 15. Juli 2020 (18:14)
Dass die Pensionsversicherungsanstalt seit dem Corona-Lockdown am 16. März keine Sprechstunden mehr in Scheibbs anbietet, missfällt unter anderem Reinhard Pitzl, dem Betriebsratsvorsitzenden der Firma Traunfellner. „Die PVA sollte sich wieder ihres Servicecharakters besinnen“, fordert Pitzl.
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Ein x-beliebiger Mittwoch vor Corona. In der Bezirksstelle der Österreichischen Gesundheitskasse herrscht reges Treiben. Auch weil die Pensionsversicherungsanstalt immer mittwochs ihren Sprechtag abhält. Zwischen 60 und 80 Anträge und Informationsgespräche sind keine Seltenheit. Doch das war einmal. Seit Corona ist alles anders.

Die PVA hat mit dem Lockdown ihre Sprechtags-Tätigkeit in Scheibbs eingestellt und vorerst nicht mehr aufgenommen. Neben der Zentrale in St. Pölten kann man seit Anfang Juli in Amstetten, Baden, Mistelbach oder Zwettl persönlich vorsprechen – gegen Voranmeldung. „Zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden. Dafür gibt es eine neue Hotline pro Landesstelle, die bereits über 30.000 Mal in Anspruch genommen wurde. Wann wir an weiteren Dienststellen wieder Sprechtage einführen, können wir aktuell noch nicht sagen. Sobald es möglich ist, werden wir aber unser Angebot wieder erweitern“, erklärt PVA-Pressesprecher Markus Stradner auf NÖN-Anfrage.

Für einige Betriebsräte aus dem Scheibbser Bezirk keine zufriedenstellende Lösung. „Ich stelle für die betroffenen Arbeitnehmer in unserem Betrieb immer die Anträge. Dadurch ersparen sich die Kollegen Behördenwege und Urlaubstage. Die elektronische Abwicklung ist in vielen Fällen alles andere als ideal“, sagt Reinhard Pitzl, Betriebsratsvorsitzender der Firma Traunfellner, und fordert gemeinsam mit weiteren Betriebsräten eine Wiederaufnahme der Sprechtage in Scheibbs. „Mit Disziplin, entsprechenden Abstandsrichtlinien, MNS-Masken und Voranmeldung sollte das eigentlich kein Problem sein“, fordert Pitzl.