Quarantäne-Aus auch im Erlauftal: „Zeit zur Normalität zurückzukehren“

Erstellt am 10. August 2022 | 04:17
Lesezeit: 3 Min
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Maske rauf oder runter? Beim Friseur oder auch in der Gastronomie ist die FFP2-Maske derzeit nur mehr selten anzutreffen.
Foto: Phillip Schaupp
Nach dem Fall der Quarantäne können nun Infizierte trotz Erkrankung zur Arbeit. Doch wie sieht das in der Praxis aus?

Trotz Corona-Krankheit in die Arbeit, das ist laut Gesetzgeber seit 1. August möglich. Die Quarantäne nach einem positiven Test ist Vergangenheit. Mit FFP2-Maske kann nun ein Infizierter, wenn er sich dazu in der Lage fühlt, weiter seiner Beschäftigung nachgehen. „Wir hatten in den vergangenen Tagen noch keinen solchen Fall“, meint Michaela Adelsberger. Sie führt seit Jahresbeginn ihren eigenen Friseursalon in Randegg. „Mein gesamtes Team hat die Krankheit bereits durchgemacht und ist immunisiert“, erklärt sie.

Auch bei ihren Kunden kann die Friseurmeisterin seit dem Aus der Quarantäne keine Verhaltensveränderung feststellen. „Generell ist die Maske bei uns schon seit längerem gefallen, allein schon wegen der heißen Temperaturen.“ Nur mehr sehr selten kommt eine Kundin oder ein Kunde mit der Maske bei der Tür herein. Bei einem neuerlichen Krankheitsfall in ihrem Betrieb würde sie aber dennoch das Arbeiten mit Maske nicht für gut heißen. „Bei unserem körpernahen Beruf hätte ich da kein gutes Gefühl, wenn sich jemand krank fühlt, dann soll er auch zuhause bleiben.“

Seine Meinung deutlich kund, tut Gastrobetreiber Johann Heindl vom Brauhof und dem Lokal Zwiesel in Wieselburg: „Corona gibt es für uns nicht mehr. Es wird Zeit, dass wir wieder zur Normalität zurückkehren“. In Zukunft rücken neue Probleme wie die Teuerungen, Personalmangel und die Energiekrise in den Vordergrund seiner täglichen Arbeitswelt. „Meine Mitarbeiter sind bereits alle durchimmunisiert. Wenn sich ein Mitarbeiter krank fühlt, bleibt er natürlich wie bisher zuhause, so einfach ist das“, bekräftigt der Gastronom.

Auch in der Kartause Gaming vertritt man diese Meinung: „Wenn sich ein Mitarbeiter krank fühlt oder auch ohne Symptome einen positiven Test vorweist, dann kann er natürlich nicht am Arbeitsplatz erscheinen“, meint Geschäftsführerin Birgit Rigler. Arbeiten trotz Corona wäre für sie und ihre Kollegein Cornelia Daurer gegenüber den Gästen und dem gesamten Mitarbeiter-Team unverantwortlich. „Eine Servicekraft mit positivem Test und Maske kann ich mir nicht vorstellen.“ Dennoch wird hier wieder verstärkt von Gästen die Maske beim Eintritt in das Lokal getragen.

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