Skitour: Schwerer Sturz bei der Abfahrt ins Tal

Erstellt am 20. März 2012 | 07:23
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Web-Artikel 1261
Foto: NOEN
ALPINUNFÄLLE / Ötscher: Skitourengeher geriet in die falsche Rinne. Hochkar: Snowboarder stürzte über einen Felsabbruch.

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ÖTSCHER, HOCHKAR / Zwei Mal wurde der Rettungshubschrauber C15 in der Vorwoche zu Einsätzen im Bezirk gerufen. Am Freitag gegen Mittag stürzte ein 29-jähriger Skitourengeher bei der Abfahrt vom Großen Ötscher ins Tal. Der gebürtige Grießkirchner stieg vom Weitental über die Piste zum Ötscher-Schutzhaus und von dort über den normalen Weg zum Gipfel auf. Wie sich im Nachhinein herausstellte, hatte er beabsichtigt, in der „Fürstenplan“-Rinne abzufahren. Aus noch ungeklärten Umständen hielt er sich jedoch zu weit östlich und geriet in die steile „Juckfidelplan“. Er stürzte auf der hart gefrorenen Schneeoberfläche, rutschte einige hundert Meter talwärts und kam oberhalb der „Jägerfichte“ auf 1.200 Metern schließlich zum Stillstand. Nachdem der Mann vorübergehend das Bewusstsein verloren hatte, konnte er selbstständig die Einsatzkräfte alarmieren. Da er keine Ortsangabe machen konnte, nahm das Team des C15 mit einem ortskundigen Bergretter einen Sichtflug vor, ehe sie den Verunglückten orten und mittels Tau bergen konnten. Nach der Erstversorgung im Tal wurde er mit Verletzungen unbestimmten Grades am Kopf und Oberkörper ins Krankenhaus St. Pölten geflogen.

Eine Bindung des  Boards löste sich

 

Einen Tag später rutschte ein 17-jähriger Snowboarder am Hochkar im steilen Gelände ab. Er fuhr abseits der gesicherten Pisten am Großen Kar, als sich eine Bindung löste. Der gebürtige Melker rutschte infolge auf einer stark vereisten Schneeoberfläche ab, stürzte über einen 10 bis 15 Meter hohen Felsabbruch und blieb im Windkolk liegen. Zufällig beobachtete ein Arzt den Unfall und leistete mit den verständigten Bergrettern Erste Hilfe. Nach der Seilbergung wurde er mit Hautabschürfungen und Prellungen ins Spital Waidhofen geflogen. Er trug keinen Helm.