Erstellt am 19. Juli 2018, 04:17

von Christian Eplinger

Die Schwiegertochter verleitete zum Malen. Vor 14 Jahren bekam Erich Willingshofer die ersten Aquarellfarben. Seitdem ließ ihn dieses Hobby nicht mehr los.

Erich Willingshofer bei der Arbeit in seinem Malraum – „Ich sage Malraum, Atelier wäre zu hochgestochen für mich.“  |  Christian Eplinger

Erich Willingshofer ist 66 Jahre alt und pensionierter ÖBB-Bediensteter. Gemeinsam mit seiner Frau lebt er in einem idyllischen kleinen Haus mit wunderschön gepflegtem Garten in St. Anton. Doch an manchen Tagen ist Erich Willingshofer kaum zu sehen. Da zieht er sich in seinen Malraum – „Atelier wäre zu hochgestochen“ – zurück und malt. Vor allem Aquarelle, manchmal auch Ölbilder.

„Derzeit bin ich gerade auf der Heiligen-Welle“, lächelt Willingshofer, der erst vor Kurzem für das sanierte Marterl von Bürgermeisterin Waltraud Stöckl bei ihrem alten Bauernhaus am Schlagerboden den Heiligen Leonhard gemalt hat.

Zu malen begonnen hat der 66-Jährige vor rund 14 Jahren. Damals ist es ihm gesundheitlich nicht allzu rosig gegangen. „Meine Schwiegertochter hat mir daraufhin ein Aquarellfarben-Set geschenkt und gesagt, ich solle es doch einfach probieren. So zum Ausgleich“, erinnert sich Willingshofer und ist seiner Schwiegertochter heute noch dankbar.

Denn das Malen hat ihn in den Bann gezogen. „Ich habe auch schon einige Kurse bei Barbara Schoberberger belegt und bin auch ein Anhänger der botanischen Malerei“, sagt Willingshofer, der auch schon einige Male bei Ausstellungen mitgemacht hat (unter anderem im Schloss Neubruck) und einige Bilder verkauft hat. „Aber das steht bei mir nicht im Vordergrund. Ich male, weil es mir Freude macht.“