Schmetterlings-Gärten gegen das Artensterben. In St. Anton entstehen Schmetterlings-Gärten.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 21. November 2020 (11:28)
Bürgermeisterin Waltraud Stöckl pflanzte am Freitag gemeinsam mit Bauhof-Mitarbeiter Patrick Schwaiger die ersten Wildgehölze beim künftigen Schmetterlings-Garten gegenüber der Bruderlade.
Christian Eplinger

Die 1.179 Einwohner zählende Gemeinde gilt im Bezirk als Vorreiter bei der Natur-im- Garten-Aktion. Als erste Gemeinde im Ötscherland erhielt sie 2015 einen „Goldenen Igel“ für die vorbildliche Pflege der öffentlichen Gärten und Grünräume ohne chemisch-synthetische Dünger und ohne Torf. Gleichzeitig zeigt der „Goldene Igel“, von denen St. Anton mittlerweile bereits jedes Jahr seit 2015 einen erhalten hat, dass größter Wert auf biologische Vielfalt und Gestaltung mit heimischen und ökologisch wertvollen Pflanzen gelegt wird. „Das geht nur, wenn alle mittun – vor allem die Bauhof-Mitarbeiter“, weiß VP-Bürgermeisterin Waltraud Stöckl. Denn die entsprechende Betreuung der Grünanlagen bedeute einen erheblichen Mehraufwand.

Doch in St. Anton gibt man sich mit dem Erreichten nicht zufrieden. Auch aktuell agiert man wieder als Vorreiter. „Wir legen derzeit gerade drei Schmetterlings-Gärten an“, schildert Waltraud Stöckl die jüngste Natur-im-Garten-Aktion der Gemeinde. Die Schmetterlings-Gärten sollen Wiesenpflanzen, Wildstauden und Wildgehölze beinhalten, welche den Erhalt von Schmetterlingsarten fördern. Der Schmetterlings-Garten darf von der Bevölkerung betreten werden, deshalb sollen Wege durch diese Fläche führen. Eine Bank zum Verweilen kann für die Bevölkerung ebenso angeboten werden. Jede Gemeinde, die mitmacht, muss dafür mindestens 1.000 m 2 Platz zur Verfügung stellen.

In St. Anton sind drei Flächen dafür vorgesehen: in der Erlach-Siedlung, gegenüber der Bruderlade und im Ortskern (voraussichtlich beim Pfarrgarten). „Das Saatgut, die Wildgehölze wie Rosen-, Haselnuss- oder Himbeersträucher und eine Infotafel bekommen wir von Natur im Garten. Wir verpflichten uns aber für die Umsetzung und die Pflege für die nächsten zehn Jahre“, erläutert Waltraud Stöckl im Rahmen der Pflanzaktion der ersten Sträucher gegenüber der Bruderlade.