Scheibbser Bürgermeister will „Bürger voll einbinden“. Gemeindemandatare gaben mit Umlaufbeschluss grünes Licht für Einstieg in Stadterneuerung.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 22. Juli 2021 (06:56)
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Wohin geht die Reise für die Stadtgemeinde Scheibbs? Mit dem Stadterneuerungsprozess, der mit 1. Jänner 2022 starten soll, soll diese Frage gemeinsam mit den Bürgern beantwortet werden.
Schwarz-Koenig.at, Schwarz-Koenig.at

Die Bürgerbeteiligung im Gemeindeleben will Bürgermeister Franz Aigner (ÖVP) in Zukunft stark forcieren. „Wir wollen, dass die Bürger mehr Möglichkeiten haben, sich einzubringen, uns ihre Ideen, Vorschläge und Wünsche mitzuteilen und sie letztendlich auch in den Entscheidungsfindungsprozess einbinden“, erklärt Franz Aigner im NÖN-Gespräch.

Aus diesem Grund hat man bereits im Frühjahr Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) offiziell um „Aufnahme in die Stadterneuerung“ gebeten. Vonseiten des Landes kam nun das Schreiben retour, dass der Wunsch eingelangt sei. Die definitive Zusage, welche Gemeinden ab Jänner 2022 alle in den Genuss der Stadterneuerungsmittel kommen, fällt erst im Herbst.

„Wir gehen aber grundsätzlich davon aus, dass unser Wunsch berücksichtigt wird, und haben daher auch schon Vorgespräche mit Johannes Wischenbart und Christina Fuchs von NÖ.Regional geführt und die Vorkehrungen für die Aufnahme in das Programm auch mittels Gemeinderats-Umlaufbeschluss abgesegnet. Alle 25 Mandatare stehen voll dahinter“, erklärt Bürgermeister Aigner.

„Stadterneuerung XL“

Dabei hat sich Scheibbs für die große (und teurere) Variante der Stadterneuerung entschieden: die sogenannte „Stadterneuerung XL“. „Das ist insofern sinnvoll, weil sich sonst unsere Bemühungen nur auf den Stadtkern beschränken hätten müssen. Jetzt sind aber auch alle Katastralgemeinden miteinbezogen und wir können auch dort förderwürdige Projekte auf die Beine stellen“, sagt Aigner.

„Der Stadterneuerungsprozess soll auch ein Richtungsweiser für die künftige Entwicklung der Stadt sein.“ Franz Aigner

Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich für vier Jahre auf 132.000 Euro, wovon allerdings 60 Prozent gefördert werden. „Der Stadterneuerungsprozess soll auch ein Richtungsweiser für die künftige Entwicklung der Stadt sein. Wo geht unsere Reise hin. Dabei wollen wir diesen Weg gemeinsam mit den Bürgern gehen. Bereits im Oktober oder November, sobald die fixe Zusage da ist, wollen wir erste Bürgerinformationsabende starten“, erklärt Franz Aigner.