Vergleich nach Brückeneinsturz bei Bau der Umfahrung Wieselburg

Erstellt am 17. Mai 2022 | 13:48
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Brücke der Umfahrung Wieselburg stürzt ein. Signifikante Berechnungsfehler bei der Planung führen am 7. Juni zum Einsturz einer 25 Meter langen Wirtschaftswegbrücke für die Umfahrung Wieselburg. Die Brücke war noch nicht für den Verkehr freigegeben. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Für genaue Ermittlungen wird eine unabhängige Untersuchungskommission unter der Führung der TU Wien eingesetzt. Der Bericht steht noch aus. Die Freigabe für die Umfahrung Wieselburg verzögert sich durch den Vorfall bis zum Frühjahr 2021.
Foto: einsatzdoku.at
Nach dem Einsturz einer Brücke im Zuge des Baus der Umfahrung Wieselburg (Bezirk Scheibbs) 2020 haben sich das Land und der mit der Planung beauftragte Ziviltechniker auf einen Vergleich geeinigt.

Untersuchungen hatten statische Mängel als Ursache ergeben. An einer baugleichen Brücke waren ebenfalls Defizite festgestellt worden. Vom Ziviltechniker bzw. dessen Versicherung ist laut Aussendung vom Dienstag der Schaden von rund 2,95 Millionen Euro zu begleichen.

Die Landesregierung hat den Vergleichsvorschlag in ihrer Sitzung am Dienstag genehmigt. Mit dieser Einigung können der Aussendung zufolge eine mehrjährige Prozessdauer, das damit verbundene Risiko und die Verfahrenskosten vermieden werden. Rechtswirksam werde der Vergleich erst durch Zahlung der offenen Beträge.

Die noch nicht für den Verkehr freigegebene Wirtschaftswegbrücke mit einer Stützweite von 25 Metern war am 7. Juni 2020 eingestürzt. Als Ursache stellte eine externe Expertenkommission einen Berechnungsfehler bei der Planung der Statik fest. Auch eine baugleiche Brücke wies Mängel auf. Das Land Niederösterreich hatte daraufhin den Ziviltechniker auf Schadenersatz geklagt.

Die NÖN berichtete: