Fahrendes Volk campiert in Siedlungsgebiet. 18 Wohnwägen stehen seit gestern Nachmittag auf der Festwiese neben der Firma Baierl. Die ersten Anrainerbeschwerden ließen nicht lange auf sich warten.

Von Anna Faltner. Erstellt am 26. Juni 2019 (13:08)

Ein fahrendes Volk – und das mitten im Siedlungsgebiet. Kein Wunder, dass sich die Freude über die „neuen Nachbarn“ (18 Wohnwägen mit rund 50 Personen) bei den Anrainern in Grenzen hält. „Die erste Nacht war Horror. Da es keinen Stromanschluss gab, liefen die ganze Nacht über Strommaschinen, sodass an einen Schlaf nicht zu denken war“, ärgert sich ein Steinakirchner, der von seinem Fenster aus geradeaus in ein Campingklo blickt.

Kurz zur Erklärung: Gestern stand die Wohnwagenflotte plötzlich in der Gemeinde und kündigte an, sich für zehn bis 14 Tage am Badparkplatz niederlassen zu wollen. „Dort brauchen wir aber die Parkplätze. Deshalb habe ich gemeinsam mit Bezirkshauptmannschaft und Polizei nach einem geeigneteren Platz gesucht. Einen optimalen Platz gibt es nicht. Aber am Platz neben der Firma Baierl können sie ihr Abwasser entsorgen, es gibt Strom und Wasser. Der Nachteil ist, dass sich der Platz unmittelbar im Siedlungsgebiet befindet“, erklärt VP-Bürgermeister Wolfgang Pöhacker.

Vorerst wurden eine Tagesmiete und einige Regeln, an die sich die Gäste halten müssen, vereinbart. „Wir schauen, wie die nächsten Tage verlaufen. Wenn es nicht funktioniert, habe ich ihnen eine Abreisefrist bis zum Wochenende gegeben“, betont der Ortschef. Übrigens: Mittlerweile sind die Camper mit Strom versorgt. Die nächste Nacht sollte also ruhiger verlaufen.

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