Festsaal: neuer Pächter ist so gut wie fix. Nach bewährter „Probezeit“ von Martin Teuretzbacher ist neuer Pachtvertrag gerade im Entstehen. Bis Mai wird Haus saniert.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 22. März 2019 (05:08)
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Bürgermeister Wolfgang Pöhacker ist für den Festsaal optimistisch.

Zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren ging heuer im Februar ein Pächter des Festsaals in Steinakirchen in Konkurs. Nach Helmut Rath 2015 war es nun die Fußthaler GmbH. Die Marktgemeinde dürfte dabei als Gläubiger wieder ziemlich durch die Finger schauen, auch wenn die erste Gläubigerversammlung erst am 26. März stattfindet. Aber Masseverwalter Dr. Franz Hofbauer hat bereits angezeigt, dass die Insolvenzmasse nicht ausreicht, um die Forderungen zu erfüllen.

Nichtsdestotrotz herrschte am Freitag in der Gemeinderatssitzung wieder etwas Optimismus. Denn es gibt mit dem Zarnsdorfer Martin Teuretzbacher einen neuen Interessenten. „Er hat sich heuer in der Ballsaison und bei diversen Großveranstaltungen schon bestens bewährt und auch etliche Vorreservierungen für weitere Feiern gibt es bereits. Daher wollen wir jetzt die kurze Pause bis Mai nutzen, um das Restaurant und den Festsaal wieder in Schuss zu bringen. Bis dahin soll auch der neue von Dr. Hofbauer gerade in Bearbeitung befindliche Pachtvertrag fertig sein“, berichtete Bürgermeister Wolfgang Pöhacker den Mandataren. Übrigens waren dieses Mal zumindest 15 von den 21 Gemeinderäten anwesend.

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Sepp Ginner, nach vierjähriger Pause wieder Gemeinderat.

Einher mit diesem Bericht gingen etliche Auftragsvergaben im Gesamtwert von rund 45.000 Euro. Ausmalen, Fliesen legen, Internet- und WLan-verbesserungen sowie ein Terrassendach stehen am Programm. Dazu kommen auch eine Erneuerung beziehungsweise Aufstockung der Küchen- und Geschirr-Grundausstattung um mehr als 6.000 Euro. „Da ist seit 20 Jahren seitens der Gemeinde wenig passiert. Wir wollen Martin Teuretzbacher aber eine volle Grundausstattung zur Verfügung stellen“, betonte Pöhacker.

Eine Meinung, die allerdings nicht alle Mandatare teilten. „Verstehe nicht ganz, warum wir dem neuen Pächter Teller kaufen sollen. Dafür hätte er selbst zu sorgen“, befand LUST-Gemeinderätin Kathrin Sieberer und stimmte so wie VP-Gemeinderat Michael Neckar bei diesem Punkt gegen den Ankauf. „Teuretzbachers Wünsche wären noch weiter gegangen. Wir zahlen nur die Grundausstattung. Auch die Außenfassade werden wir vorerst noch nicht erneuern“, betonte Pöhacker. Eingefordert von den LUST-Mandataren und zugesagt von Bürgermeister Pöhacker wurde aber vor der neuerlichen Verpachtung eine genaue Inventarliste und Dokumentation.

Comeback von Sepp Ginner nach vier Jahren

Ein Polit-Comeback gab es am Freitag auch. Das durch den Rücktritt von Lorin Ginner frei gewordene LUST-Mandat übernahm Josef Ginner. Der 61-jährige Heimleiter des Vereins „Wohnen und Arbeit“ in Winden bei Melk war bereits von 2005 bis 2015 im Gemeinderat und wird jetzt im Prüfungs- und Finanzausschuss tätig sein. In den Sozial- und Kulturausschuss nominierte die Liste LUST Kathrin Sieberer nach.

Mit einer Enthaltung (Ginner: „Habe ihn mir nicht angeschaut“) aber ohne Diskussion wurden Rechnungsabschluss 2018 und erster Nachtragsvoranschlag 2019 angenommen. Im ordentlichen Haushalt erwirtschaftete die Gemeinde 2018 einen Überschuss von 66.215 Euro. Allerdings stiegen auch die Schulden um über 200.000 Euro.