Worthington legt los. Mit dem Spatenstich wurde der Grundstein für Worthington-Vergrößerung gelegt.

Von Claudia Christ. Erstellt am 07. August 2019 (04:20)
Claudia Christ
Packten bei der Grundsteinlegung für die neue Worthington-Halle am Freitag kräftig mit an (von links): Direktor der Wirtschaftskammer NÖ Johannes Schedlbauer, Bezirkshauptmann-Stellverteter Christian Pehofer, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung NÖ Michaela Roither, Bezirksstellenleiter der Arbeiterkammer NÖ Helmut Wieser, Nationalratsabgeordnete und Bürgermeisterin Renate Gruber, Landtagsabgeordneter Anton Erber, Präsident der Hochdruckzylinder des Worthington-Konzerns Eric Smolenski, Geschäftsführer des Kienberger- Werkes Timo Snoeren, Finanzdirektor des Worthington-Konzerns Joe Hayek und Werkspate Christian Rasche.

„Heute ist nicht nur ein bedeutender Tag für uns, sondern auch ein wichtiger Schritt für unsere Zukunft, denn nur mit solch visionären Investitionen in die Zukunft können wir langfristig wettbewerbsfähig bleiben“, sprach Timo Snoeren, Worthington-Geschäftsführer bei der Grundsteinlegung für die Standortvergrößerung.

Vertreter aus Politik, Mitarbeiter, Partner und Nachbarn von Worthington Industries waren gekommen, um gemeinsam am Gelände des zu entstehenden Werks den Bau mit einem Spatenstich feierlich einzuläuten.

Innerhalb der nächsten zehn Monate wird am Standort in Kienberg eine zusätzliche Produktionshalle entstehen. Kostenpunkt: 7,3 Millionen Euro.

Weichen für zusätzlichen Produktionszweig gestellt

Mit dieser Vergrößerung werden in Kienberg ab sofort die Weichen für einen zusätzlichen Produktionszweig gestellt, wodurch der Markt für erneuerbare Energien bedient werden wird.

In der neuen Anlage werden Typ-IV-Composite-Flaschen hergestellt. Typ IV ist der Fachbegriff für sehr leichte Kunststoffbehälter mit Kohlefaserverstärkung, die hohen Drücken standhalten können. Diese Behälter kommen in alternativ betriebenen Autos, LKWs, Bussen, Zügen und Schiffen als Wasserstoff-Tanks zum Einsatz. Damit nimmt Worthington den vordersten Platz unter den innovativsten Metallindustrie-Betrieben Niederösterreichs ein. Die ersten Composite-Flaschen werden ab Frühjahr 2020 vom Band rollen.

Gruber: "Große Wertschöpfung und wichtiger Arbeitgeber"

„Ich bin stolz darauf, ein so innovatives und zukunftsträchtiges Unternehmen in der Gemeinde zu haben. Worthington ist eine große Wertschöpfung und wichtiger Arbeitgeber für unsere Gemeinde“, betonte Bürgermeisterin Renate Gruber. Auch Landtagsabgeordneter Anton Erber unterstrich die Vorteile von Worthingtons Vergrößerung für die Region Erlauftal und den Bezirk: „Das Unternehmen ist ein Vorbild für besonders innovative Köpfe. Der Erfolg wird nicht nur der von Worthington sein, sondern auch unsere Zukunft.“

Mit der Werkserweiterung wird die Produktionsfläche von 15.600 auf rund 17.400 Quadratmeter um zwölf Prozent erweitert. Dementsprechend werden auch neue Arbeitsplätze entstehen. „Wir sind bester Dinge, dass wir auch zukünftig – nicht zuletzt dank unserer mehrmaligen Auszeichnung als bester Arbeitgeber Österreichs – qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden“, so Worthington-Personalchef Franz Puchegger.

Das Projekt soll bereits im Frühjahr des nächsten Jahres fertiggestellt sein.