Theatersommer im Schloss Wolfpassing erst 2021. Premiere für Theatersommer im Schloss Wolfpassing muss ein Jahr warten. Intendantin: „Können kein Risiko eingehen.“

Von Anna Faltner. Erstellt am 03. Juni 2020 (05:29)
Das Schloss Wolfpassing bleibt im Sommer 2020 unbespielt. Für das Jahr 2021 wird bereits nach einem Termin gesucht.
Lukas Hürner

Das Ensemble, die Sujets, die Skripte und vor allem die Location – der Tisch für die Premiere des Theatersommers im Schloss Wolfpassing war schon fast fertig gedeckt. Von 14. bis 29. August wäre im überdachten Arkadenhof im Schloss Wolfpassing die Komödie „Das Konzert“ gespielt worden. Die Entscheidung, das nicht zu tun und die Produktion ins nächste Jahr zu verschieben, fiel den Verantwortlichen nicht leicht.

Produktionsleiter Martin Sedlinger nennt mehrere Gründe, die die Produktion nicht möglich machten. „Das Thema Lockerungen ist noch nicht abgeschlossen. Wir wissen nicht, was noch kommt. Mit der Ein-Meter-Abstandsregel würden wir nicht genug Leute in den Hof bekommen, die notwendig wären, um das budgetmäßig zu bewerkstelligen“, erklärt Sedlinger.

Darüber hinaus hat er Bedenken, ob das Angebot auch angenommen werden würde. „Viele Leute haben noch Bedenken, solche Veranstaltungen zu besuchen, vor allem die Risikogruppen“, meint er. Werbetechnische, organisatorische und logistische Fristen könne man zum jetzigen Zeitpunkt auch kaum mehr einhalten.

„Für uns machen diese Umstände eine Produktion zu risikoreich. Dieses Risiko können wir nicht eingehen.“Christina Meister-Sedlinger

„Aber nicht nur das. Viele Subventionsgeber, die wir brauchen, sind aufgrund von Corona weggefallen. Das ist natürlich in dieser Situation völlig verständlich. Für uns machen diese Umstände eine Produktion leider zu risikoreich. Dieses Risiko können und wollen wir nicht eingehen“, ergänzt Intendantin Christina Meister-Sedlinger.

Die Entscheidung fiel am Freitag. Für das Paar war das aber auch gleich der Beginn für den Theatersommer 2021. „Die Enttäuschung bei allen Mitwirkenden war sehr groß. Aber umso fulminanter soll es nächstes Jahr werden“, erzählt die Intendantin. Stück, Regie und Ensemble bleiben bestehen. Der Kartenverkauf soll schon im Herbst starten.

„Das erste, was wir jetzt tun, ist, einen neuen Termin zu finden“, betont der Produktionsleiter. Etwas Positives kann er der Krise dennoch abgewinnen: „Wir hatten schon ein bisserl Glück im Unglück. Unser Kartenverkauf wäre Mitte März gestartet. ‚Dank‘ des Lock-Downs hatten wir noch keine einzige Karte verkauft.“