Wieselburg , Amstetten

Erstellt am 23. September 2018, 05:00

von Claudia Christ und Hermann Knapp

Großprojekt: Kerschner Reisen setzt auf Expansion. Wieselburger Unternehmen Kerschner errichtet auf Areal der Viehversteigerungshalle in Amstetten einen neuen Standort.

 |  Hans Schoder

Großes hat das in Wieselburg ansässige Reiseunternehmen Kerschner vor. Auf dem rund 15.000 Quadratmeter großen Gelände samt Viehversteigerungshalle in Amstetten sind gemeinsam mit Partnern ein Reisecenter und ein Hotel geplant.

„Wir wollen einen modernen Terminal mit Reisebüro errichten. Zusätzlich wird ein Hotel entstehen, ähnlich dem erfolgreichen I’m Inn in Wieselburg, das gemeinsam mit Partnern errichtet wurde“, erklärt Robert Kerschner. Das Grundstück wurde bereits angekauft und ist auch schon umgewidmet. „Die Gespräche mit der Stadtgemeinde waren sehr positiv und sollen so auch für die Hebung von Synergien am Standort weitergeführt werden“, erklärt Kerschner weiter.

Seit dem Jahr 2011 liegt die Viehversteigerungshalle mehr oder weniger im Dornröschenschlaf. Nun will die Firma Kerschner auf dem Gelände einen Reiseterminal und ein Hotel errichten.  |  Anton Kovacs

Dass Kerschner ein solches Großprojekt nicht alleine stemmen kann, ist für den Firmenchef eine klare Sache: „Das Hotel soll nach dem Wieselburger Vorbild mit Partnern umgesetzt werden, der Reiseterminal wird von uns alleine gebaut.“ Mit im Boot ist auch Alexander Ipp, der mittlerweile acht Hotelanlagen in ganz Österreich betreibt.

Mit dem neuen Standort sollen vor allem Geschäftskunden angesprochen werden, aber gerade im Sommer ist auch ein Kulturpackage denkbar. „Diese Investition ist für uns nach der Integration der Amstettner Reiseunternehmen Kratschmar und Pils ein weiterer wichtiger Schritt“, betont der Firmenchef.

80 Betten im Drei-Sterne Segment

Neben dem Reisecenter soll den Gästen künftig ein 80-Betten-Hotel mit einer guten, leistbaren Drei-Sterne-Qualität mit Lounge und Frühstück geboten werden. Doch noch ist alles Zukunftsmusik: Jetzt geht es erst einmal darum, das Projekt zu konkretisieren und die Detailplanung vorzunehmen. „Wir wollen mit dem Reisecenter unseren Kunden bestmögliches Service bieten. Künftig sollen sie ihre Autos auf überwachten Parkplätzen abstellen können.“

Kerschner und Ipp verstehen ihr gemeinsames Projekt nicht als Konkurrenz zu bestehenden Hotelbetrieben, sondern als Impuls für die Entwicklung der Bezirkshauptstadt. „Wir wollen ein Gesamtprojekt entwickeln, das mit großer Rücksichtnahme auf die Wünsche der Stadt die vorhandene Infrastruktur einbindet. Vielleicht eröffnet die Kombination von Hotel mit Sport, Kultur und Freizeit neue Chanchen – zum Beispiel für Sportcamps oder für das Seminargeschäft“, sagt Kerschner. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll das Projekt realisiert werden.