Vandalismus im Schlosspark. In Wieselburg besprühten Täter mehrere Orte mit Graffitis. In Scheibbs wurde Spielplatz beschädigt.

Von Claudia Christ und Jutta Streimelweger. Erstellt am 24. Juli 2018 (05:01)
In Wieselburg beschmierten Unbekannte im Schlosspark Wände und Figuren.
privat, Christ

Ein erneuter Fall von Vandalismus sorgt in Wieselburg für Kopfschütteln: Die Neue Mittelschule, Laternen und der Schlosspark wurden durch Graffitis verunstaltet. Auch die Fluss-Statuen zieren nun Schmierereien. Die Polizei ermittelt bereits.

„Das ist ausgesprochen ärgerlich“, ist SP-Bürgermeister Günther Leichtfried erzürnt. „Immerhin kommt das schon wiederholt vor. Wir zeigen solche Sachbeschädigungen immer an.“ Als Täter hat der Stadtchef Jugendliche im Verdacht: „Ich verstehe einfach nicht, warum man so handeln muss. Das alles kostet viel Geld, daher werden die Täter – wenn sie ausfindig gemacht werden – auch zur Kasse gebeten.“

Verantwortung sieht Leichtfried auch bei den Eltern: „Es kann nicht sein, dass 13- und 14-Jährige nachts unterwegs sind!“ Dass sich Jugendliche im Schlosspark treffen, findet der Bürgermeister an sich nicht schlecht: „Der Park ist für jeden da, man muss sich nur anständig benehmen und das Eigentum anderer und der Stadt respektieren.“

„Sachbeschädigung ist kein Kavaliersdelikt und wird auch zur Anzeige gebracht.“Gerhard Nenning, Stadtamtsdirektor Scheibbs

Seitens der Polizei heißt es zu dem Vorfall: „Es handelt sich dabei um eine Handvoll Jugendlicher. Auch die Neue Mittelschule und das Easy-Driver-Gebäude wurden schon beschmiert. Für sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung sind wir dankbar.“

Auf Facebook wurden die Forderungen nach einem Jugendzentrum laut – eine Forderung, die Leichtfried nicht nachvollziehen kann: „Wir in Wieselburg haben als einzige Gemeinde weit und breit einen Jugendtreff. Das ‚Jusy‘ ist eine kostenlose Anlaufstelle für junge Menschen von 12 bis 25 Jahren und bietet Beratung, Aktivitäten und einen Treffpunkt.“

privat, Christ

Die Graffiti-Schäden werden demnächst beseitig: „So weit es geht von der Stadtgemeinde selbst. Bei den Fluss-Figuren könnte es sein, dass wir sogar einen Restaurator beschäftigen müssen.“

Vandalen schlugen auch in Scheibbs zu

Zu einer Sachbeschädigung kam es in der Vorwoche auch im Scheibbser Töpperpark: Dort versuchte ein unbekannter Täter, das Seil eines Klettergerüstes durchzuschneiden. Besonders dreist: Der Spielplatz wurde erst vor zwei Wochen mit neuen Geräten ausgestattet. „Es ist erschütternd, wenn nach

nicht einmal einer Woche bereits die ersten Vandalismusschäden auftauchen“, ärgert sich Stadtamtsdirektor Gerhard Nenning. Dem Vandalen ist es nicht gelungen, das Seil zu durchtrennen, weil im Inneren ein Stahlseil ist – zum Glück, wie Nenning betont: „Das Seil hätte reißen und die Kinder sich beim Spielen verletzen können.“

Ein unbekannter Täter versuchte, das Seil eines neuen Klettergerüstes am Spielplatz im Töpperpark durchzuschneiden.
Nenning

Die Haftung entfiel in diesem Fall auf die Gemeinde. „Ein Spielplatz ist für Kinder da. Es ist schon traurig, wie die Spielplätze manchmal nach dem Wochenende ausschauen“, appelliert der Stadtamtsdirektor auch an die Eltern: „Ich bin der Meinung, dass da die Grundverantwortung liegt. Sachbeschädigung ist kein Kavaliersdelikt und wird auch zur Anzeige gebracht.“

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