Wieselburg

Erstellt am 12. Juni 2018, 05:00

von Claudia Christ

Vom Volksfest zum Großevent. Teil 2 der NÖN Serie: Der Weg zur Großveranstaltung.

Dass sich das Wieselburger Volksfest zur Erfolgsgeschichte im Bereich Land- und Forstwirtschaft entwickelt, zeichnete sich bereits Ende der 50iger Jahre deutlich ab. Durch das stetige Wachstum wurde 1959 erstmals das Freigelände drei in die Ausstellung einbezogen. 1960 folgten zwei weitere Ausstellungszelte auf dem erweiterten Gelände.

Sechs Jahre später verband die neu gebaute Brücke im Verlauf der B25 die beiden Ausstellungsplätze zwei und drei. Die Erweiterung des Ausstellungsgeländes setzte sich auch Anfang der 70iger Jahre weiter fort. Unter dem Namen „Voralpenmesse“ konnte 1971 erstmals die neue errichtete Halle 3 genutzt werden.

Schäden durch Brand und Hochwasser

Ein Feuer am 20. April 1975, das die Festhalle völlig zerstörte und ein gewaltiges Hochwasser, nur zwei Tage nach Messeende, richteten große Schäden im Freigelände der umbenannten „Niederösterreichischen Landwirtschaftsmesse“ an. Doch auch diese Rückschläge konnten den Besucherstrom nicht stoppen.

Mehr Platz und ein erweitertes Angebot fanden die Aussteller ab 1979 in der neu errichtete Stadthalle sowie in der neuen Jubiläumshalle. Bereits ein Jahr später bot das Freigelände in Weinzierl weiteren Platz für die erste Niederösterreichische Landesrinderschau. Als beständiger Partner bewies sich die Niederösterreichische Landes-Landwirtschaftskammer, die sich seit der Gründung der Wieselburger Messe an der Ausstellung beteiligt.

Im Lauf der 90-jährigen Geschichte hat sich die Wieselburger Messe vom lokalen Volksfest zu einer Großveranstaltung entwickelt, die heute aus der österreichischen Messeszene nicht mehr wegzudenken ist.
Mit mehr als 500 Ausstellern pro Jahr und einem vielfältigen Angebot hat sich die Messe auf dem 80.000 Quadratmeter großen Areal jedes Jahr Ende Juni zum Treffpunkt entwickelt.

Trotz der Größe und des Umfanges an Produkten, hat das Wieselburger Volksfest auch im Laufe der Jahrzehnte seinen sympathischen Charakter beibehalten.