Waldhonig rettet Honigjahr. Goldene Honigwabe 30 Sensoriker aus ganz Österreich verkosteten für Prämierung knapp 1.200 Honigprodukte.

Von Karin Maria Heigl. Erstellt am 17. November 2019 (03:45)
Beim Waldhonig war die Ernte zum Glück sehr gut. Im Bild rechts mit den Sensorikerinnen Astrid Krassmannhuber, Maria Aigner, Imelda Pichler, Valeria Voit, Monika Brunner, Wilma Schabl und Simone Schneider.
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Die Honigprämierung, die der Imkerbund in Zusammenarbeit mit der Messe Wieselburg veranstaltet, ist unter den heimischen Bienenzüchtern mittlerweile sehr etabliert. „Auch heuer ist die Zahl der eingesendeten Produktproben für die „Goldene Honigwabe“ wieder leicht gestiegen“, freut sich Josef Niklas, Juryleiter und Honigreferent vom Österreichischen Imkerbund. Dieser stellt für die Verkostung ein Sensorikteam zur Verfügung, zu dem insgesamt 30 Experten gehören - allesamt praktizierende Imker und ausgebildete Sensoriker.

Juryleiter Josef Niklas ist mit den eingereichten Proben zufrieden. Beim Waldhonig war die Ernte zum Glück sehr gut.
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Mit den eingereichten Honigprodukten war die Jury heuer ausgesprochen zufrieden. „Die Qualität der Produkte steigt von Jahr zu Jahr. Die Imker setzen das Feedback offenbar um“, versichert Niklas, den die Professionalität bei der Aufmachung und Qualität der Honig- und Met-Produkte beeindruckt.

Eines der wichtigsten Kriterien beim Honig ist dessen Naturbelassenheit. Jede einzelne Probe wird im Labor getestet, wo man einerseits den Wassergehalt ermittelt und andererseits versucht, gewisse Enzyme nachzuweisen, die Hinweise auf die Verarbeitung geben.

„Honig ist das einzige Lebensmittel, das so wie es ist gegessen werden kann – ungewaschen, nicht konserviert, naturrein eben“, schwärmt Niklas.

Gerade für so ein Naturprodukt spielt die Witterung eine enorme Rolle. Da es heuer im Mai großflächig zu kühl war für die Bienen, hat es sehr wenig Blütenhonig gegeben. Recht gut war dann im Juli und Juli dafür die Ernte beim Waldhonig.